Google & ich

30. October 2008 - Kategorie: Literarisches Allerlei | 3 Kommentare

Schon lustig, bei welchen Suchbegriffen, die die Leute auf Google so eingeben, mein Blog unter den Ergebnissen aufgelistet wird:

ich habe so gelesen in einem buch (ja, das kenn ich…)
noch nie ein buch gelesen (na da kann sich der Suchende bei mir zumindest ein paar Anregungen holen!)
Vergleich Thomas Mann mit Rosamunde Pilcher (auf den Vergleich wäre ich auch gespannt!)
tauchclub galerie 2008 (was hab ich mit Tauchclubs zu tun??)
vergeltung stieg larsson (knapp daneben)
die verleumdung larsson (ebenso)
Zugluftstopper (nö, kann ich leider nicht anbieten)
zaubersprüche für jeden tag (das auch nicht)
zauber gegen bellen (auch nicht, aber das könnte eine Marktlücke sein)
was geschah am 29. Juli 2008 (warum gibt man sowas als Suchanfrage ein?)
“rosamunde pilcher” gegen “jane austen” (auf in den Kampf!)
was meint christian morgenstern mit das mondschaf (das wüsste ich auch gerne :) )



Umziehen mit Büchern…

26. October 2008 - Kategorie: Literarisches Allerlei | 9 Kommentare

…ist nicht einfach. Wie auch schon den letzten Sonntag habe ich den heutigen Tag ausschließlich damit verbracht, meine Schätze in Umzugskartons zu schlichten und alte Bücher, die ich bestimmt nicht mehr lesen werde (Esoterik-UFO-Zeugs, meine Dr. Quinn-Fanbücher etc.) auszusortieren. Und ich bin recht erstaunt darüber, wie viel ich weggegeben habe. Mittlerweile haben die ausrangierten Bücher auch schon ein neues Zuhause gefunden: Google-Suche nach “Flohmarktware gesucht” & ein Anruf & zwei Stunden später war auch schon eine nette Frau da, die sich sehr über 8 Säcke voller Bücher gefreut hat.

Und jetzt, nachdem alles verstaut ist, kann ich mich auf das freuen, was das Umsiedeln mit Büchern auf der anderen Seite wieder sehr attraktiv macht: In der neuen Wohnung alles in die neuen Regale einzusortieren, und vor allem: endlich mal die Bücher nach einem System zu ordnen. Und kein Buch darf ins Regal, bevor es nicht mittels BookCook katalogisiert wurde! Das Problem ist nur: Ich habe noch keine neuen Regale. Erstens weiß ich noch nicht genau, wo genau in der neuen Wohnung ich welche hinstellen werde & wieviel Platz ich dafür einplanen kann, zweitens kann ich mich nicht entscheiden. IKEA wird es werden, aber welche Serie? Meine Favoriten werden sich Budget-mäßig wahrscheinlich leider nicht ausgehen, Billy mag ich nicht mehr, Expedit ist mir zu schlicht. Aber in spätestens drei Wochen will ich welche gekauft haben – länger mag ich meinen Büchern ein Leben in Kartons nämlich nicht zumuten ;)

Edit: Soeben entdeckt & Liebe auf den ersten Blick! Beneidenswert, wenn man so etwas selbst machen kann – ich würde das Teil sofort kaufen. Da bekommt man richtig Lust, sich auch handwerklich zu betätigen…



Die Büßerinnen

19. October 2008 - Kategorie: Kunst | Kommentieren

Die Büßerinnen

“Die Büßerinnen” | ©Edgar Ende



Lesegewohnheitenstöckchen

18. October 2008 - Kategorie: Literarisches Allerlei | Kommentieren

Mein erstes Stöckchen, und da ich zurzeit wie Maren, die es an mich weitergereicht hat, auch viel Stress und Arbeit & deshalb nicht viel zu sagen habe (und wirklich was lesen tu ich auch noch immer nicht), passt das perfekt :D

1. Zu welcher Tages- oder Nachtzeit liest du am liebsten?
Ist mir ganz egal, ich lese eigentlich immer gerne. Berufsbedingt natürlich hauptsächlich abends, am Wochenende aber zu jeder Zeit. Die schönste Lesezeit sind aber definitiv die Sonntagnachmittage :)

2. Wo liest du?
Im Bett/auf dem Sofa. Selten in der Badewanne. Würde ich öffentliche Verkehrsmittel benutzen, würde ich dort auf jeden Fall lesen.

3. Wenn du ihm Bett liest (liegend), liegst du am liebsten auf dem Rücken oder auf dem Bauch?
Liegend kann ich gar nicht lesen, ich sitze im Bett und lehne mich (mit einem Polster) an die Wand. Bei längeren Lesemarathons versuche ich es zwar zwischendurch immer mal wieder mit der Bauchlage, aber irgendwie bekomme ich davon recht schnell Nackenschmerzen.

4. Welche Art von Büchern liest du am liebsten?
Kann ich so pauschal wirklich nicht sagen, weil es sehr wenig gibt, was ich gar nicht lese. Eine besondere Vorliebe habe ich für Ausgaben von Tagebüchern & Briefen sowie für Dystopien.

5. Welches Buch hast du zuletzt gekauft?
Rudyard Kipling: Kim

6. Was hast du zuletzt gelesen?
Henning Mankell: Mitsommermord

7. Was liest du im Moment?
Gustave Flaubert: Briefe

8. Benutzt du Lesezeichen oder knickst du die Seiten (Eselsohren)? Wenn du ein Lesezeichen benutzt, was benutzt du?
Lesezeichen. Entweder gekaufte mit schönen Motiven oder gehäkelte. Oder, wenn gerade nichts anderes verfügbar ist, irgendein Stück Papier (oder auch mal ein Taschentuch).

9. Was hältst du von Hörbüchern?
Damit konnte ich mich noch nicht so richtig anfreunden. Gedichte bekomme ich gerne vorgelesen, aber bei Romanen nervt es mich ziemlich schnell, wenn der Sprecher Sätze anders betont als ich sie (innerlich) betont hätte etc. Ich habe allerdings auch erst in zwei Hörbücher reingehört. Vielleicht probiere ich es aber mal beim Autofahren aus.

10. Und was hältst du von eBooks?
Nichts. Ich kann zwar problemlos lange Texte am Bildschirm lesen, aber bei Literatur würde und werde ich immer ein echtes Buch bevorzugen. Ich lese zwar öfter mal beim Projekt Gutenberg in Romane rein, würde mir aber, wenn ich den ganzen lesen wollte, bestimmt das Buch kaufen.

Und ich gebe dieses Stöckchen jetzt ganz amateurhaft an niemand bestimmten weiter. Wer es will, soll es sich nehmen ;)



Literaturnobelpreis

9. October 2008 - Kategorie: Literarisches Allerlei | 14 Kommentare

Ich bekomme sowas ja immer als Letzte mit, aber dank Maren weiß ich es jetzt auch: Der Literaturnobelpreis 2008 geht an Jean-Marie Gustave Le Clézio, von dem ich noch nie etwas gehört habe (aber so geht es mir mit vielen der bisherigen Preisträger). Einen amüsanten Artikel zum Thema “Nie gehört” gibt es übrigens bei der Zeit zu lesen.

Und jetzt frage ich mich, wem ich denn den Literaturnobelpreis wünschen bzw. gönnen würde. Da wäre einmal Margaret Atwood, die dieses Jahr schon als mögliche Kandidatin galt und meine am meisten verehrte Schriftstellerin ist. Von John Updike kenne ich zwar erst zwei Bücher, aber er wäre für mich irgendwie ein typischer Nobelpreis-Kandidat, ebenso Cormac McCarthy, der ihn meiner Meinung nach bestimmt einmal bekommen wird. Auch Haruki Murakami war für die diesjährige Verleihung im Gespräch, und ich würde ihn und John Irving auf die selbe Stufe stellen: Ich finde, sie hätten ihn beide verdient, sind aber vielleicht zu “populär”, um ihn wirklich mal zu bekommen. Und deutschsprachige Schriftsteller? Auf Anhieb fällt mir da nur Christa Wolf ein.

Ich merke gerade: Ich lese zu 95 % angloamerikanische oder deutschsprachige Autoren. Und die restlichen 5 % verteilen sich auf skandinavische Kriminalautoren (4 %) und Sonstige (der mickrige Rest). Ich sollte mal ein bisschen internationaler lesen…

Interessant finde ich, dass viele Schriftsteller die dänische Lyrikerin Inger Christensen als Wunschkandidatin nannten – auch von ihr hatte ich noch nie gehört, aber jetzt bin ich neugierig geworden ;) .

So, und jetzt seid ihr dran: Wer wären eure Favoriten?



Ein Buch über nichts

9. October 2008 - Kategorie: Zitat | 6 Kommentare

Was mir schön erscheint und was ich machen möchte, ist ein Buch über nichts, ein Buch ohne äußere Bindung, das sich selbst durch die innere Kraft seines Stils trägt, so wie die Erde sich in der Luft hält, ohne gestützt zu werden, ein Buch, das fast kein Sujet hätte, oder bei dem das Sujet zumindest fast unsichtbar wäre, wenn das möglich ist. Die schönsten Werke sind jene, die die wenigste Materie enthalten; je mehr der Ausdruck sich dem Gedanken nähert, je enger das Wort daran haftet und verschwindet, um so schöner ist es. Ich glaube, dass die Zukunft der Kunst in dieser Richtung liegt. Ich sehe, dass sie je mehr sie wächst, soweit wie möglich immer ätherischer wird, von den ägyptischen Pylonen bis zu den gotischen Spitzbogen und von den Gedichten der Inder mit zwanzigtausend Versen bis zu den Aufschwüngen Byrons. Die Form verfeinert sich, während sie geschmeidiger wird. Sie gibt alle Liturgie, alle Regel, alles Maß auf; sie verlässt das Epische zugunsten des Romans, den Vers zugunsten der Prosa; sie kennt keine Orthodoxie mehr an und ist frei wie der Wille, der sie hervorbringt. Diese Befreiung vom Stofflichen findet sich in allem wieder, die Regierungen sind ihr gefolgt von den orientalischen Despotien bis zu den zukünftigen sozialistischen Regierungsformen.

Es gibt deshalb keine schönen oder hässlichen Themen, und mann könnte fast als Axiom aufstellen, wenn man sich auf den Standpunkt der reinen Kunst stellt, dass es überhaupt keines gibt, dass der Stil für sich allein eine absolute Art und Weise ist, die Dinge zu sehen.

- Gustave Flaubert an Louise Colet am 16. Jänner 1852



Lesepause

7. October 2008 - Kategorie: Literarisches Allerlei | 5 Kommentare

Seltsam aber wahr: Zur Zeit kann ich nicht lesen. Ich schlage ein Buch auf und höre nach spätestens drei Seiten wieder auf. Entweder interessiert mich das was ich lese nicht oder ich kann mich nicht auf das Geschriebene konzentrieren. Keine Ahnung woran’s liegt, aber vielleicht ist so eine Lesepause ja gar nicht mal so schlecht – zeitgleich hat nämlich auch eine Bücherkauf-Pause eingesetzt, und das trotz der “10 Prozent für Kunden aus Österreich”-Aktion bei Amazon, die mich erschreckenderweise (bis jetzt noch) völlig kalt lässt *lach*

Dabei habe ich so viele tolle ungelesene Bücher hier liegen! Ca. 20 Stück, die jetzt vernachlässigt & ungeliebt ein trauriges Dasein auf meinem Couchtisch fristen müssen (freien Regalplatz habe ich nämlich nicht mehr, bei mir stapeln sich die Bücher schon überall wo nur Platz ist, eine regelrechte Invasion).

Na ja, mal sehen ob ich euch dann einen leeren Oktober-Leserückblick präsentieren werde oder ob es doch nichts Chronisches ist ;)



Leserückblick September

1. October 2008 - Kategorie: Leserrückblick | 2 Kommentare

Rilke
Wolfgang Leppmann: Rilke. Leben und Werk
Eine (und das ist für mich sehr wichtig, weil ich nämlich Sach- oder Fachbücher gar nicht gerne mag) flüssig zu lesende, sehr informative Biographie. Nachdem ich Rilke so sehr schätze, war es ja auch wirklich schon an der Zeit, mal ein bisschen mehr über sein Leben zu erfahren. Hat mir auf jeden Fall sehr viel Lust gemacht, noch mehr Biographien zu lesen.

 

Das Leben der Dichter
E. L. Doctorow: Das Leben der Dichter
Eine Sammlung von Erzählungen, die mich sofort neugierig auf den Autor gemacht haben. Vor allem die letzte, die dem Buch den Titel gegeben hat, hat mir sehr gefallen: Ein innerer Monolog eines in NYC lebenden Schriftstellers, viele Gedankensprünge etc., aber nie langweilig oder oberflächlich, sondern ganz im Gegenteil ungewöhnlich fesselnd. Auch die anderen Geschichten sind ausgezeichnet und vor allem sprachlich für mich sehr ansprechend; zwei, deren Titel ich leider nicht mehr weiß, waren insofern faszinierend, als dass ich nicht verstanden habe, worum es eigentlich geht bzw. was der Sinn der Geschichte sein soll, mich das aber überhaupt nicht gestört hat. Ein Roman von Doctorow liegt mittlerweile auch schon auf meinem SUB :)

Zitate aus dem Buch

 

Im Reich des Vampirs
Karen Moning: Im Reich des Vampirs
Rezension

 

Isabelle Holland: Der Mann ohne Gesicht
So ein blödes, enttäuschendes Buch. Der Film zählt zu meinen Lieblingsfilmen, weshalb ich angenommen hatte, dass die literarische Vorlage auch dementsprechend gut sein wird. Tja, dem war aber nicht so, ganz im Gegenteil. Da ist es wirklich bewunderswert, wie Mel Gibson es geschafft hat, aus diesem banalen Buch einen so brillanten Film zu machen.

 

Vergebung
Stieg Larsson: Vergebung
Rezension

 

Schlaf nicht, wenn es dunkel wird
Joy Fielding: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird
Spannende Lektüre – die von der Art, bei der man gar nicht zu lesen aufhören möchte, weil man unbedingt wissen will wie sich alles auflöst. Und die Auflösung war schlichtweg genial – damit hätte ich nie im Leben gerechnet. So sehr überrascht hat mich schon lange kein Krimi/Thriller mehr.

 

Schattenflucht
Richard Powers: Schattenflucht
Dieses Buch war mein drittes von Richard Powers, der für mich einer der vielversprechendsten zeitgenössischen Autoren ist. In “Schattenflucht” geht es um die Thematik der virtuellen Realität und die Verlockungen und Gefahren der sich entwickelnden Technik, außerdem um die Folgen von Gefangenschaft und die Spielräume der eigenen Fantasie. Und um so vieles mehr…
Sprachlich sehr gut und auf hohem intellektuellen Niveau (zugegebenermaßen zwischendurch auch mal zu hoch für mich), zwei spannende & interessante Erzählstränge (auf der einen Seite eine Künstlerin, die an der Gestaltung eines virtuellen Raumes mitarbeitet, auf der anderen ein im Libanon als politische Geisel gefangen gehaltener Lehrer), brillante Dialoge, dreidimensionale Charaktere und so weiter – ein absoluter Lesetipp :)

Zitate aus dem Buch



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