Google & ich – Teil 2
17. February 2009 - Kategorie: Literarisches Allerlei | 4 Kommentare
Seit dem letzten Mal sind wieder ein paar amüsante Suchanfragen zusammengekommen, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:
wohnen wie in der serie von rosamunde pilcher (wem’s gefällt…)
wenn du doch wüsstest wie sehr ich dich liebe (na jetzt weiß ich es ja!)
Literatur, was man gelesen haben muß (lies erst mal ein Grammatikbuch…)
künstlerische werke mit schuhen (hat da jemand einen kleinen Fetisch?)
Schuhe in der Literatur (das war bestimmt derselbe
)
lyrischer regen (das hätte ich auch gerne mal, bei mir regnet es immer nur ganz unlyrisch)
Bücherregal unsichtbar (ein unsichtbares Bücherregal, ja, das wär’ mal was!)
holzfällerjacke (hab ich leider nicht im Sortiment)
suche einen mann der mit mir spazieren gehtoder sonst wie begleitet (das auch nicht)
GEDICHTE FÜR EINEN MANN DEN MAN GERADE KENNENGELERNT HAT (ob es da einen Zusammenhang gibt?)
Und ein paar wo ich wirklich nicht weiß, was ich dazu sagen soll:
liebesleben im wohnzimmer.com
machtlosigkeiten und verfaulte früchte
schweineschreien zum schlachten
ein gedicht zu schreiben, ist barbarisch und das frisst forum
Na ja, wer weiß was ich schon alles komisches bei Google eingegeben habe
Leserückblick Jänner 2009
13. February 2009 - Kategorie: Leserrückblick | 4 Kommentare

Erich Kästner: Das fliegende Klassenzimmer
Nachdem ich von Kästner bisher nur die Gedichte gekannt hatte, habe ich beschlossen, dass es an der Zeit ist auch mal seine Kinderbücher zu lesen. “Das fliegende Klassenzimmer” ist eine Internats- und Weihnachtsgeschichte, in der sich alles findet, was zu solchen Geschichten gehört: Freundschaften, Streitereien, kleine und größere Tragödien und ein harmonisches Ende. Was sie so besonders macht, sind Kästners feiner Humor und die leise, aber ernste Gesellschaftskritik (genau die beiden Dinge, die ich auch an seinen Gedichten so schätze). Eine schöne Geschichte, die einen mit einem warmen und zufriedenen Gefühl zurücklässt.

Erich Kästner: Das doppelte Lottchen
Und weil “Das fliegende Klassenzimmer” so toll war, habe ich “Das doppelte Lottchen” gleich auch noch gelesen. Der Inhalt war mir von den Verfilmungen her natürlich schon bekannt, und ich kann hier eigentlich auch nur das gleiche sagen wie zum Klassenzimmer.

Richard Bachman: Amok
Ein Schüler nimmt seine Klassenkameraden als Geisel, nachdem er zwei seiner Lehrer getötet hat. In den Stunden der Geiselnahme entwickelt sich eine psychologisch wirklich interessant geschilderte Dynamik zwischen den einzelnen Schülern und dem Geiselnehmer, die eine ganz eigene Art von Spannung erzeugt. Das Buch ist vor allem eine Charakterstudie, die Stephen King alias Richard Bachman wirklich gut gelungen ist.

Franz Kafka: Die Tagebücher III
Der dritte Band der vierbändigen Tagebuch-Ausgabe, der die Jahre 1914 bis 1923 umfasst. Ich bin richtig traurig, dass ich jetzt nur noch einen Band vor mir habe (die Reisetagebücher), weil ich mich Kafka sehr verbunden fühle, und das Lesen seiner Aufzeichnungen suggeriert irgendwie ein Gefühl von Nähe.
Zitate aus diesem Band sind hier zu finden.

Pascal Mercier: Perlmanns Schweigen
Rezension

Graham Greene: Die Kraft und die Herrlichkeit
Graham Greene erzählt die Geschichte eines katholischen Priesters zur Zeit der Christenverfolgungen in Mexiko. Von einem Offizier der Polizei gejagt, zieht der Priester durch das Land und findet in den Begegnungen mit den Menschen zu seinem Glauben zurück. Das für mich Faszinierendste an dem Buch: Graham Greene braucht keine kunstvollen Umschreibungen, um seine Geschichte zu erzählen, sondern kann in den einfachsten Worte, die es dafür gibt, von der Liebe erzählen, von Verlust, Zweifeln, Angst und Hoffnung, ohne dass man sich davon unangenehm berührt fühlt. Ganz im Gegenteil, die Geschichte berührt auf eine sehr direkte, schnörkellose Weise und trifft immer ins Herz der Dinge. Ich kann irgendwie nicht viel mehr dazu sagen als: Das ist ein wirklich “großes” Buch, dessen Lektüre ich jedem ans Herz legen möchte.
Zitate

Clive Barker: Abarat
Wie schon berichtet: Endlich mal wieder eine Fantasygeschichte, die mir so richtig gut gefallen hat. Die sechzehnjährige Candy Quackenbush verschlägt es in eine andere Welt, die von der unseren aus nur über ein Meer namens Isabella erreichbar ist. Dort trifft sie auf seltsame Gestalten, lernt Freund und Feind kennen und erlebt einiges an Abenteuern. Inhaltlich eine recht klassische Geschichte also, aber die Umsetzung ist wunderbar und die vielen neuen Ideen und die faszinierende Welt von Abarat machen das Buch zu etwas sehr Besonderem. Ich freu mich schon sehr auf die weiteren Teile

Henry James: Das Durchdrehen der Schraube
Eine richtig klassische Geistergeschichte über eine junge Pfarrerstochter, die auf das Landgut eines reichen Londoner Herren kommt, um als Erzieherin für dessen Nichte und Neffe zu arbeiten. Als der jungen Frau die Geister zweier ehemaligen Angestellten erscheinen, zerbricht die scheinbar heile Welt und es entfaltet sich ein Grauen, in das Henry James sehr gekonnt auch den Leser einwickelt, weil auch dieser wie die Erzieherin an den Wahrnehmungen zweifelt.
Sprachlich nicht ganz einfach: oft lange, verschachtelte Sätze, die aber wunderbar zu der Zeit und der erzählten Geschichte passen. Ich habe für das Buch allerdings mehrere Anläufe gebraucht, weil ich es nicht abends lesen konnte – ich bin ein ziemlicher Angsthase bei sowas
Agneta Pleijel: Der Weg des Windes
Eine Familiengeschichte, die sich über mehrere Generationen erstreckt. Die schwedische Autorin Agneta Pleijel ist hierzulande nicht sehr bekannt, und leider sind außer “Der Weg des Windes” bis jetzt nur zwei weitere Romane von ihr ins Deutsche übersetzt worden. “Lord Nevermore” habe ich vor zwei oder drei Jahren gelesen und war sofort begeistert von der Autorin – vor allem ihre wirklich schöne, kunstvolle Sprache spricht mich sehr an. Beide Bücher haben einen sehr melancholischen Grundton und die Figuren, deren Leben sie erzählt, sind lebendig und liebenswert.
Zitate aus dem Buch

Josie Litton: Wikinger meiner Träume
Rezension

Karl Bruckner: Sadako will leben
Ein Jugendbuch, das den Atombombenabwurf auf Hiroshima thematisiert. Erzählt wird die Geschichte von Sadako Sasaki, einem Mädchen, das den Atombombenabwurf zwar überlebt, zehn Jahre später an den Folgen der Strahlenkrankheit stirbt. Ich habe das Buch als Kind ein paar mal gelesen und auch jetzt bei Wiederlesen hat es mir sehr gut gefallen. Eine traurige Geschichte, von der ich lange nicht wusste, dass ihr eine reale Geschichte zugrunde liegt und es Sadako wirklich gegeben hat.

Rosamunde Pilcher: Die Muschelsucher
Was ich an den Büchern von Rosamunde Pilcher gerne mag: Sie erzeugen so ein schönes Gefühl von “zuhause”. Die Kamine, das Teetrinken mit dem passenden Gebäck dazu, die Landhäuser, die großen Küchen mit dem blankpolierten Tisch, an dem sich alle versammeln… ich liebe das
Außerdem ist es eine schöne Familiengeschichte, ein richtiges Wohlfühlbuch.
Bücherkauffreuden
7. February 2009 - Kategorie: Neuzugänge | Kommentieren
Eigentlich bin ich heute Vormittag ja in die Stadt gefahren, um mir viele tolle DVDs zu kaufen. Zurückgekommen bin ich mit einer DVD (der ersten Staffel von “Six Feet Under”) und vier Büchern – davon drei, ganz vorbildlich, von der Wunschliste:
• Isaac Asimovs “Foundation-Trilogie” (das will ich schon sooo lange lesen)
• Haruki Murakamis “Blinde Weide, schlafende Frau” (ich quäle mich schon seit Wochen mit seinem Schafsmann herum und hoffe, dass das Buch besser ist)
• Thomas Glavinics “Die Arbeit der Nacht” (schon gelesen und jetzt endlich auch in meinem Besitz)
und einem ganz besonderen Buch, das Liebe auf den ersten Blick war:
Ein großformatiges Buch über Frauenbriefe aus fünf Jahrhunderten mit vielen Bildern & Fotos – für Briefe-Fans wie mich ein absolutes Juwel
Aufholbedarf & RelevantBlogs
7. February 2009 - Kategorie: Literarisches Allerlei | 1 Kommentar
Ich hab meinen Jänner-Leserückblick noch nicht geschrieben, ich hab meine Wikinger-Rezension noch nicht geschrieben, ich will schon seit längerem was zu Stefan Zweig schreiben und ich hatte vergessen, RelevantBlogs zu erwähnen. Die ersten drei Punkte werden im Laufe des Wochenendes, hoffe ich zumindest mal, nachgeholt werden. Irgendwie bin ich zurzeit schreibfaul, außerdem musste ich ein paar internetlose Tage durchleiden (was eine kleine Katastrophe war, schon schlimm, wie abhängig ich von einem funktionierenden Internetzugang bin).
Zu RelevantBlogs: Die Seite versammelt News aus diversen Blogs, nach Themengruppen zusammengefasst (derzeit sind Glaube, Literatur, Design und Fotografie vertreten), wobei für mich natürlich die Literaturblogs am interessantesten sind. Ich kannte zwar die meisten der dort aufgelisteten Blogs schon, aber es waren auch ein paar interessante Neuentdeckungen dabei. Danke an Peter Unruh fürs Aufnehmen in die Liste!

