Google & ich – Teil 4
16. October 2009 - Kategorie: Literarisches Allerlei | Kommentieren
Wieder mal haben sich ein paar lustige Suchanfragen zusammengesammelt…
buch ein beagle erzählt seine geschichte
Schafkrimis sind out, jetzt kommen die Beagles an die Reihe!
Ich möchte Bücher verschenken
Nur her damit!
Schweigen eines Schafes Lyrik
Christian Morgenstern hätte da bestimmt etwas Interessantes draus gemacht, nachdem er den Nachtgesang der Fische schon so schön veranschaulicht hat…
er drehte mich um
Und dann?
rückenansicht
Genau!
feinstrumpfhose für jungen
Söhne die sich für mutters brüste interessieren
Kann man nur hoffen dass diese beiden Anfragen nicht von der gleichen Person stammen…
schuhmode aus italien
Nein, Henning Mankells “Die italienischen Schuhe” ist kein Sachbuch über Schuhmode!
fetish feet and kamin
Ähm… was!?
Und zum Schluss noch zwei Titelverdreher:
die verleumdung stig larson (Verblendung, Verdammnis, Vergebung… wer soll sich da auch schon auskennen?)
17 Minuten Jodi Picoult (knapp daneben!)
Widmungen
16. October 2009 - Kategorie: Literarisches Allerlei | 1 Kommentar
Ich mag Widmungen in Büchern, wenn sie außergewöhnlich sind. Wenn es nur heißt “Für ________ (beliebigen Namen einsetzen)” ist das natürlich wenig interessant, weil der Leser in den wenigsten Fällen weiß, wer diese geheimnisvolle Person ist (einen kurzen Artikel zum diesem Thema gibt es bei der Zeit Online).
Beim Durchsehen meiner Bücher kürzlich haben mich die Widmungen von Tad Williams an seinen Vater in seiner Otherland-Saga wieder mal zum Lachen gebracht:
Dieses Buch ist meinem Vater
Joseph Hill Evans
gewidmet, von Herzen.Eigentlich liest Vater keine Romane,
deshalb sollt ihm jemand Bescheid sagen,
sonst wird er es nie erfahren.
(Band 1)
Dieses Buch ist meinem Vater
Joseph Hill Evans
gewidmet, von Herzen.Aber wie schon gesagt,
Vater liest keine Romane. Er hat noch
gar nicht gemerkt, dass dieser Wälzer
ihm gewidmet ist. Das ist jetzt
der zweite Band – mal sehen, wie viele noch
kommen müssen, bis er es mitkriegt.
(Band 2)
Ihr wisst ja, wem dieses Buch gewidmet ist,
auch wenn er es immer noch nicht weiß.Mal sehen, mit ein bisschen Glück
können wir die Sache vielleicht
bis zum letzten Band geheimhalten.
(Band 3)
Die Antwort ist nein:
Mein Vater hat bis jetzt keines der Bücher
aufgeblättert und es folglich
immer noch nicht spitzgekriegt. Mir wird
wohl nichts übrigbleiben, als es
ihm irgendwann einfach zu sagen. Vielleicht
sollte ich es ihm schonend beibringen.“Alle Anwesenden, denen noch nie
jemand ein Buch gewidmet hat, drei Schritte
vor! Ups, Papa, Moment mal…”
(Band 4)
Und eine Widmung, die mich jedes Mal sehr berührt, ist in Forsters “Maurice” zu finden:
Begonnen 1913
Beendet 1914
Gewidmet einem glücklicheren Jahr
