Leserückblick März 2009
6. May 2009 - Kategorie: Leserrückblick | 2 Kommentare

Ingrid Noll: Die Häupter meiner Lieben

Julien Green: Leviathan
Zitate aus dem Buch

Robert Schneider: Die Offenbarung
Rezension

Paul Auster: Die New York-Trilogie

Hakan Nesser: Die Frau mit dem Muttermal

Jane Hirshfield: Of Gravity and Angels
Genauso gut wie erwartet

Alessandro Baricco: Oceano Mare

Milan Kundera: Abschiedswalzer
Zitate aus dem Buch

Christine Nöstlinger: Man nennt mich Ameisenbär

Bernhard Schlink: Der Vorleser

Peter S. Beagle: Das letzte Einhorn
Ich sag nur: Zwei Wochen Urlaub
Lebenszeichen
6. May 2009 - Kategorie: Allgemein | 3 Kommentare
Ja, mich gibt’s noch, und es sollte nicht mehr allzu lange dauern, bis hier wieder der “normale Betrieb” aufgenommen wird!
Die Leserückblicke für März und April gibt es aus akutem Zeitmangel nur in Listenform. Gelesen habe ich im letzten Monat aber sowieso nicht viel (nur ein Buch beendet), dafür aber vor ein paar Tagen in einer ganz, ganz tollen Buchhandlung so richtig zugeschlagen und 12 Bücher (fast alles Mängelexemplare) mitgenommen.
So, und jetzt werde ich mal langsam damit anfangen alles aufzuholen, was die Blogwelt in der Zwischenzeit so an interessanten Beiträgen produziert hat!
Wieder mal Jokers
30. March 2009 - Kategorie: Neuzugänge | 5 Kommentare
Ich liebeliebeliebe die versandkostenfreien Wochenenden bei Jokers! Eine Stunde lang das Sortiment durchstöbern, tolle Bücher finden und dann ganz glücklich die Bestellung absenden und sich auf ein Päckchen freuen ![]()
Und diese Bücher werde ich hoffentlich diese Woche noch mein eigen nennen können:
• Nathalia Brodskaia: Symbolismus
• Jean Lahor: Jugendstil
• Vincent van Gogh: Briefe
• Virginia Woolf: Mrs. Dalloway
• Stephen King: Lisey’s Story
Und weil’s gerade so schön war hab ich danach gleich auch noch auf Amazon zwei DVDs und die Reclamausgabe von Georg Heyms Werken bestellt
Ermittler in Gefahr
22. March 2009 - Kategorie: Literarisches Allerlei | 4 Kommentare
Was mich bei Krimis jedes Mal aufs Neue nervt, auch wenn ich mich mittlerweile wirklich schon daran gewöhnt haben sollte: Wenn der Ermittler selbst im Laufe der Handlung (meistens gegen Ende, damit der Showdown noch dramatischer wird) ins Visier des Mörders gerät. Gerade eben wieder gelesen in Åke Edwardsons “Zimmer Nr. 10″, und sogar mein liebster Kriminalautor Henning Mankell macht das.
Von irgendwelchen typischen amerikanischen Thrillern, in denen die FBI-Beamtin dem brutalen Serienmörder, den sie 300 Seiten lang gejagt hat, in die Hände fällt und sich entweder mutig selbst rettet oder von einem attraktiven Mann gerettet wird, will ich ja gar nicht reden. Da verstehe ich es irgendwie noch, aber warum müssen so gute Autoren wie Mankell oder Edwardsson auch auf diese plumpe Spannungssteigerungsmethode zurückgreifen? Am schlimmsten finde ich es aber bei Patricia Cornwell, deren Kay Scarpetta-Reihe ich wirklich mag (zumindest bis auf die letzten zwei Bücher), aber wie oft die gute Kay schon von irgendwelchen Psychopathen belästigt wurde, mag ich gar nicht nachzählen. Ich finde das vor allem äußerst unrealistisch, ohne jetzt aber wirklich Ahnung davon zu haben, ob so etwas in der realen Polizei-Welt nicht auch öfter mal passiert.
Von Åke Edwardson bin ich aber trotzdem begeistert und ich möchte die restlichen Romane um Kommissar Winter jetzt der Reihe nach lesen
Zum Verlieben angenehm
15. March 2009 - Kategorie: Zitat | Kommentieren
Es war schön wie ein Schwindelgefühl: sie fühlte sich in seinen Augen fein, zart und rein, sie fühlte sich edel wie eine Königin. Es war ihr mit einem Mal, als wäre sie ganz mit Honig und wohlriechenden Pflanzen ausgestopft. Sie war sich selbst zum Verlieben angenehm. (Mein Gott, sie hatte das bisher noch nie erlebt, sich selbst so süß und angenehm zu sein!)
- Milan Kundera: Abschiedswalzer
Robert Schneider: Die Offenbarung
15. March 2009 - Kategorie: Rezension | Kommentieren

Der Organist Jakob Kemper, ein eigenbrötlerischer Mensch und selbsternannter Musikforscher, entdeckt ein bislang unbekanntes Werk des von ihm hochverehrten Komponisten Johann Sebastian Bach. Mit dieser Entdeckung ändert sich das bisher von vielen Tiefschlägen gezeichnete Leben Kempers schlagartig: Er liest das Oratorium und begreift, dass dieses Werk geheimnisvolle Kräfte hat – es gewährt Einblicke in vergessen geglaubtes Vergangenes und in die Zukunft. Die Ankunft einer Gruppe von Experten der Bachgesellschaft, die die Restaurierung der Orgel seiner Heimatstadt überwachen sollen, stellt Jakob Kemper schließlich vor die Entscheidung, ob er die Wissenschaftler, von denen er nie als ihresgleichen anerkannt wurde, in seinen unglaublichen Fund einweihen oder sein Geheimnis für sich behalten soll.
Robert Schneiders Rheintal-Trilogie (”Schlafes Bruder”, “Die Luftgängerin” und “Die Unberührten”) liebe ich über alles. Umso enttäuschter war ich, als ich vor einiger Zeit sein zwei Jahre nach Vollendung der Trilogie erschienenes Buch “Schatten” gelesen habe – eine wie ich finde unglaublich banale Geschichte, von der ich immer noch nicht ganz glauben kann, dass sie wirklich vom selben Autor ist. Entsprechend vorsichtig war ich dann natürlich in meiner Vorfreude auf “Die Offenbarung”, aber ich wurde nicht enttäuscht: “Die Offenbarung” ist ein vielschichtiges, humorvolles und auch spannendes Buch, das im Gegensatz zu “Schatten” wieder sehr nach Robert Schneider klingt und das ich in einem Rutsch durchgelesen habe.
Die Figur des Jakob Kemper ist liebenswert und mit feiner Ironie gezeichnet. Seine komplizierte Familiensituation, seine unerfüllte Liebe zu einer Reisebüroangestellten und seine akribische Besessenheit machen ihn sympathisch und menschlich. Auch die anderen Figuren sind sehr glaubwürdig und man schließt sie schnell ins Herz. Es gibt ein paar Parallelen zu “Schlafes Bruder”: Der Charakter von Jakob ist dem von Elias ähnlich, Orgelmusik, eine Kirche und seltsame Erscheinungen in derselben, ebenso das Thema der unerfüllten Liebe. Trotzdem hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass Schneider einfach nur versucht an seinen größten Erfolg anzuknüpfen.
Sehr interessant waren die Einblicke in Bachs Leben und Werk bzw. vor allem in die Welt der Musikforschung (hier ist es vielleicht interessant zu wissen, dass R. Schneider Musik- und Theaterwissenschaft studiert hat). Die Liebe des Autors zur Musik ist unverkennbar zu spüren. Neben der Musik ist ein weiteres großes Hauptthema des Buches die Suche nach Anerkennung: Jakob wird von seinem Vater abgelehnt und in seinen Leidenschaften nicht ernst genommen, so wie er von der Experten nicht anerkannt wird und weder als Komponist noch als Forscher Erfolge aufweisen kann. Die Aussöhnung mit sich selbst und der Ablehnung, die er erfahren hat, ist der Kernpunkt in der Entwicklung von Jakob.
Zusammenfassend kann ich sagen: Nicht ganz so “groß” wie die Rheintal-Trilogie, aber auf jeden Fall lesenswert.
Bücherregal-Blogparade
14. March 2009 - Kategorie: Literarisches Allerlei | 3 Kommentare
Marcel ruft zur Bücherregal-Blogparade auf: Wie verstauen wir Vielleser unsere Bücher? Nach welchem System sind sie geordnet?
Nachdem ich heute Vormittag ein neues Regal gekauft, dieses auch schon fachmännisch zusammengeschraubt und bestückt habe, kann ich meine Schätze jetzt auch präsentieren:
Geordnet habe ich meine Bücher grob nach Genres und innerhalb der Genres zum Teil nach Autoren. Eigentlich war es zwar gedacht, alles schön nach Autoren zu ordnen (innerhalb der Genres), aber irgendwie kommt da immer ein Durcheinander hinein
Im ersten Regal stehen meine ungelesenen Bücher (die obersten drei Fächer, ganz schön viele mittlerweile, wie ich vorhin beim Einräumen festgestellt habe), darunter Science Fiction und Gemischtes; auf der Rückseite Horror und Krimis. Im zweiten Regal sind alle Fantasy-Bücher, weitere Krimis und Gemischtes. Im dritten Regal finden sich in den obersten zwei Reihen meine Gedichtbände, Tagebücher, Briefe und die Klassikerreihe von Weltbild. Darunter ist alles, was ich als “Belletristik” bezeichne und ganz unten diverse Bild- und Kunstbände. Im Schlafzimmer habe ich dann noch meine Kinder- und Jugendbücher untergebracht, außerdem liegen sowohl auf dem Couchtisch als auch auf dem Nachtkästchen ein paar herum. Alles in allem sind es genau 449 Bücher, die ich mein eigen nennen kann
Und wenn das mit den Büchereinkäufen so weitergeht wie im ersten Viertel dieses Jahres, werde ich spätestens in ein paar Monaten wieder ein neues Regal brauchen…
Endlich menschlich
12. March 2009 - Kategorie: Zitat | Kommentieren
Und die Dinge würde nicht schmerzen, sondern sich von der Strömung getragen annähern, man könnte sie zuerst leicht, dann fester berühren und sich schließlich von ihnen berühren lassen. Sich auch verletzen lassen. Daran sterben. Das ist nicht wichtig. Aber alles wäre endlich menschlich.
- Alessandro Baricco: Oceano Mare
Jane Hirshfield
10. March 2009 - Kategorie: Lyrik, Neuzugänge | 5 Kommentare
To follow it all the way into leaf-form, bark-furl, root-touch,
and then keep walking, unimaginably further.
aus “Metempsychosis“
Vor einiger Zeit bin ich zufällig im Internet auf ein paar Gedichte der amerikanischen Dichterin Jane Hirshfield gestoßen und war sofort verliebt in ihren klaren, einprägsamen Schreibstil. Vor zwei Wochen habe ich mir dann endlich ihre fünf noch erhältlichen Gedichtbände (ihr erster wird leider nicht mehr aufgelegt) bestellt, und heute sind sie angekommen:
Ich bin richtig aufgeregt – wenn die restlichen Gedichte nur annähernd so gut sind wie die wenigen, die ich kenne, dann wird das einfach nur großartig werden.
Hier noch ein paar Gedichte, die online zu finden sind:
A Room
The Weighing
The Envoy
This Was Once a Love Poem
Poem With Two Endings
Hide N Seek
3. March 2009 - Kategorie: Kunst | Kommentieren

“Hide N Seek” | ©Gilad Benari
Ein bisschen Frühlingsstimmung und Farbe für dieses deprimierende Nebelwetter hier










