Gott hat keinen Zeugen
6. July 2008 - Kategorie: Allgemein | 1 Kommentar
Wenn die Welt eine Geschichte ist, wer außer dem Zeugen könnte ihr zum Leben verhelfen? Wer sonst könnte sie ins Dasein rufen? Diese Sicht der Dinge drängt sich ihm nun immer mehr auf. Und auf einmal sieht er in Gott eine furchtbare Tragödie. Gott fehlt es ganz einfach an etwas, und dadurch ist seine Existenz gefährdet. Gott hat keinen Zeugen. Für ihn gibt es nichts, wovon er sich abgrenzen kann. Nichts, was ihm sein Dasein bestätigt. Für ihn gibt es keine Trennung, nicht die Feststellung: Das bin ich, und das ist das andere. Wo das andere ist, da bin ich nicht. Alles hat er erschaffen können, bis auf das Eine, das zu ihm nein sagt.
- Cormac McCarthy, Grenzgänger
Was sich nicht festhalten, niemals festhalten lässt…
30. June 2008 - Kategorie: Allgemein | Kommentieren
Hier der letzte Absatz des ersten Teils von “Grenzgänger“, der eine der stärksten Szenen des Buches ist: Billy muss die trächtige Wölfin erschießen, da Zigeuner (?) sie ihm weggenommen und für Hundekämpfe eingesetzt haben. Er reitet mit dem toten Tier an den Fuß jenes Gebirges, in dem er es freilassen wollte, um es dort am nächsten Tag zu begraben:
Er kauerte sich über die Wölfin und betastete ihr Fell. Betastete die kalten, perfekten Zähne. Das dem Feuer zugewandte Auge gab kein Licht zurück; er drückte es mit dem Daumen zu, setzte sich neben sie, legte die Hand auf ihre blutige Stirn und schloss gleichfalls die Augen, damit er die Wölfin sehen konnte, wie sie durch die Berge lief, wie sie im Sternenlicht dahineilte, über feuchtes Gras, wo die aufgehende Sonne die üppigen Gerüche der Tiere, die nachts dort vorbeigekommen waren, noch nicht getilgt hatte. Die zu ihrer Lust mit der Luft verwobenen Gerüche von Hirsch und Hase, von Taube und Wühlmaus, von allen möglichen Geschöpfen der gottgefügten Welt, zu der auch sie gehörte, aus der auch sie sich nicht lösen konnte. Und wo sie lief, da wurden die Kojoten schlagartig stumm, als habe sich eine Tür vor ihnen geschlossen, und überall herrschten Angst und Verwunderung.
Er hob ihren steifen Körper aus dem Laub und hielt ihn fest, versuchte festzuhalten, was sich nicht festhalten ließ, was bereits durch die Berge lief, wunderschön und schrecklich zugleich, wie Blumen, die sich von Fleisch ernähren. Das, woraus Blut und Gebein sind, entsteht weder auf einem Altar noch im Krieg. Der gute Glaube allein kann wohl, wie der Wind, wie der Regen, den dunklen Leib der Erde zerteilen, formen und aushöhlen. Aber was sich nicht festhalten, niemals festhalten lässt, das ist keine Blume, sondern eine geschwinde Jägerin, vor der sich sogar der Wind fürchtet und die der Welt niemals verlorengeht.
Der Suppenwolf
6. April 2008 - Kategorie: Allgemein, Kurioses | Kommentieren
Gefunden beim Zwiebelfischchen
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Mit dem neuen Design bin ich sehr zufrieden – ein paar Kleinigkeiten werden sich vielleicht noch ändern, aber im Großen und Ganzen hat mein Blog jetzt endlich das Aussehen, das mir von Anfang an vorgeschwebt ist. Zum Glück gibt es so viele verschiedene Themes, auf deren Grundlage man seine eigenen Vorstellungen umsetzen kann. Meine PHP bzw. CSS-Kenntnisse sind nämlich (noch) zu gering, um ein komplettes Theme selbst aufzubauen, aber bei meinem nächsten Projekt, bei dem ich Wordpress als CMS einsetzen möchte, werde ich das bestimmt versuchen.
Design…
3. April 2008 - Kategorie: Allgemein | Kommentieren
In der kurzen Zeit seit ich diesen Blog habe, habe ich schon ein paar mal das Theme gewechselt und viel am Design herumgebastelt. Es scheint mir nicht zu gelingen, mich auf ein Design festzulegen – gerade bin ich wieder dabei, mich nach einem neuen Theme umzusehen. Das nur zur Info für eventuelle Mitleser, die sich bitte nicht wundern dürfen, wenn der Blog demnächst wieder ganz anders aussieht
. Ich hoffe, dass ich bald mit etwas zufrieden bin, weil mich diese vielen Veränderungen selbst schon nerven…aber ich bin einfach zu perfektionistisch, um mich mit weniger als “sehr gut” zufrieden zu geben
.

