Leserückblick Februar 2010
10. March 2010 - Kategorie: Leserrückblick | Kommentieren

Peter Hoeg: Das stille Mädchen
Eine ganz große Enttäuschung. Von diesem Buch hatte ich mir, nachdem ich von Hoeg vor langer Zeit mal “Der Plan von der Abschaffung der Dunkelheit” gelesen hatte, viel mehr erwartet. Das war definitiv eines der schlechtesten und nervigsten Bücher, das ich seit langem gelesen habe. Erstens ist die Hauptfigur einfach nur unsympathisch, zweitens ist die Handlung sehr verworren durch haufenweise geheimnisvolle Andeutungen und verwirrende Zeitsprünge, drittens sind die Dialoge einfach nur gräßlich: Möglichst viel Philosophie und pseudo-tiefe Lebensanschauungen verpackt in dadurch total unrealistische und künstliche Gespräche.
Ich war wirklich froh als ich die letzte Seite hinter mir hatte. Normalerweise breche ich Bücher die mir so gar nicht liegen ohne schlechtes Gewissen ab, aber ich war doch noch gespannt auf die Auflösung der ganzen Geschichte, allerdings war auch die nicht wirklich verständlich und verworren. Ein totaler Reinfall, leider. Trotzdem wäre ich neugierig auf seinen Erfolgsroman “Fräulein Smillas Gespür für Schnee” – schlimmer kann es ja nun nicht werden…

Alexander Solschenizyn: Krebsstation Teil I und II
Solschenizyn verarbeitet in diesen beiden Romanen seine Erfahrungen, die er auf der Krebsstation eines russichen Krankenhauses während seiner Verbannung machte. Er beschreibt die spezielle Atmosphäre dieser Station und die dadurch entstehenden Beziehungen zwischen den Patienten, aber auch die der Patienten mit dem Krankenhauspersonal, sehr anschaulich. Die Ängste vor der Erkrankung, die Hoffnungslosigkeit, die persönlichen Hintergründe jedes einzelnen seiner Protagonisten, die Schwierigkeiten die sich ergeben, wenn man aus der vertrauten Umgebung in eine Krankenanstalt kommt und sich mit den Mitpatienten und dem neuen Tagesrhythmus zurechtfinden muss, der Umgang des Pflegepersonals mit den Kranken… alles wirkt authentisch und ich war während des Lesens sehr in die Atmosphäre des Buches eingebunden.
Leserückblick Jänner 2010
6. February 2010 - Kategorie: Leserrückblick | 2 Kommentare

Simon Beckett: Die Chemie des Todes
Von dem Buch habe ich mir zum Glück von vornherein nicht allzuviel erwartet, sonst wäre ich sehr enttäuscht worden. Ein typischer Thriller der mit seinen stereotypen Charakteren alle Klischees ausreizt. Am Schlimmsten war das Ende: Die wirklich schon ausgelutschte “die Freundin des Ermittlers gerät in die Fänge des Täters”-Story. Von Simon Beckett werde ich bestimmt kein Buch mehr lesen.

Henning Mankell: Der Chinese
Eine spannende Ausgangssituation: Fast alle Bewohner eines winziges Dorf werden brutal ermordert. Während die Polizei an der Aufklärung dieses ungewöhnlichen Verbrechens arbeitet, verfolgt die Richterin Birgitta Roslin eine eigene Spur. Anfangs fand ich das Buch noch sehr spannend und ansprechend, aber im letzten Drittel kam mir die Handlung zum Teil dann doch zu konstruiert vor und es passierten zu viele Zufälle, die einfach nicht mehr glaubwürdig waren. Vom Stil her ist es aber Mankell wie gewohnt, was einen über die Schwächen zum Teil hinwegsehen lässt.

Georges Simenon: Im Falle eines Unfalls
Von dem Buch ist mir eigentlich nicht viel in Erinnerung geblieben, weder positiv noch negativ.

Stephen King: Die Arena
Ich hatte mich schon sehr auf Kings neuestes Buch gefreut, aber leider muss ich sagen dass ich es recht schwach finde im Vergleich zu seinen anderen Büchern diesen Umfangs. Die Geschichte an sich (eine Kleinstadt wird plötzlich von einer undurchdringbaren durchsichtigen Kuppel umschlossen) ist sehr interessant und bietet viel Potenzial, aber die handelnden Figuren haben mich sehr enttäuscht, und gerade das mochte ich bei King immer so gerne: Die interessanten Charaktere. In “Die Arena” sind es leider nur Klischees: Der tapfere Held und die tapfere Heldin sind langweilig, die “Bösen” sind einfach nur böse und “Big Jim”, der Oberboss der gegnerischen Seite, erinnert sehr an Greg Stillman aus “Dead Zone”. Ich werde bald mal seinen vor einiger Zeit neu erschienen Kurzgeschichtenband erwerben und hoffen, dass der mich nicht auch enttäuscht.

Fernanda Eberstadt: Liebeswut
Als ich das Buch vor einigen Jahren zum ersten Mal gelesen hatte, war ich restlos begeistert und dachte “das ist die beste Liebesgeschichte die ich jemals gelesen habe”. Als ich es mir vor kurzem dann gekauft habe war ich natürlich neugierig ob meine Meinung immer noch die gleiche ist. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch beim zweiten Lesen auch sehr gefallen, aber als “beste Liebesgeschichte aller Zeiten” würde ich es nicht mehr bezeichnen, dafür haben mich dann doch ein paar Sachen gestört (das Buch hätte zum Beispiel gut um ein Viertel gekürzt werden können). Erzählt wird die Geschichte von Gwen und Gideon, zwei sehr unterschiedliche Menschen, die sich tief in die Liebe zueinander stürzen. Von dem Anfang ihrer Beziehung über die Heirat, die Geburt ihrer Tochter, bis hin zum tragischen Ende durchleuchtet die Autorin die Veränderungen die die beiden durchmachen. Sehr ansprechend fand ich vor allem den Teil in dem Gwen, die nie Kinder wollte, schwanger wird. Eberstadt beschreibt hier sehr präzise und einfühlsam wie es ist, auf einmal ein Lebewesen in sich zu tragen und die Veränderung, die mit der Mutterschaft einhergeht. Auch die Beschreibungen der “Liebesgefühle” sind zum Teil sehr originell und wirklich schön.

Max Frisch: Homo Faber
Schon sehr oft und immer wieder gerne gelesen. Die Geschichte des Ingenieurs Walter Faber der sich unwissend in seine Tochter verliebt ist für mich einfach zeitlos. Ich mag auch Frischs Sprache in diesem Buch sehr gerne, die ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist aber einfach perfekt zum analytischen Denken des Protagonisten passt.

Gottfried Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe
Eine klassische Schullektüre. Keller lässt hier das uralte “Romeo und Julia”-Motiv wieder auferstehen und erzählt die Geschichte von Sali und Vreni, zwei Bauernkinder, die durch einen Streit ihrer Väter voneinander getrennt , bis sie eine heimliche Liebschaft beginnen, die in ihrem gemeinsamen Freitod endet. Ich fand die Geschichte wirklich rührend erzählt, bin aber der Meinung dass das wirklich kein Buch ist mit dem man Jugendliche begeistern kann (bis vielleicht auf die Tatsache dass es sehr kurz ist
).

Jonathan Franzen: Die Korrekturen
Zum zweiten Mal gelesen. Eine amerikanische Familiengeschichte, die vor allem durch ihre präzise Sprache und die außerordentlichen Charakterisierungen der einzelnen Familienmitglieder heraussticht. Erzählt wird die Geschichte von Alfred und Enid und ihren drei Kindern, Chip, Denise und Gary. Die Beziehungen untereinander und die persönlichen Tragödien der einzelnen Familienmitglieder werden mit viel Verständnis für die menschlichen Schwächen und großem Einfühlungsvermögen in den Alltag durchschnittlicher Menschen erzählt. Ein paar Längen hat das Buch, vor allem die Erlebnisse von Chip in Litauen waren meiner Meinung nach zu ausführlich erzählt. Aber ansonsten ist “Die Korrekturen” ein sehr vielschichtiges, psychologisch intelligentes und melancholisches Buch, in dem aber auch der Humor, der ganz nach meinem Geschmack sehr trocken ist, nicht zu kurz kommt.
Leserückblick 2009
5. January 2010 - Kategorie: Leserrückblick | 8 Kommentare
Ein mageres Lesejahr für meine Verhältnisse. 75 gelesene Bücher (im Vorjahr waren es 111), das sind 6,3 Bücher pro Monat. Die meisten Bücher habe ich, wie auch schon im Vorjahr, im Jänner und Dezember gelesen. Insgesamt waren es 25.509 Seiten, was 69,9 Seiten pro Tag ausmacht.
Genremäßig lag die Verteilung bei 52 % aus dem Bereich “Allgemeine Belletristik“, an zweiter Stelle folgen “Krimis & Thriller” mit 15 %. Der Rest verteilt sich relativ homogen auf Tagebücher, Kinderbücher, Klassiker, Erzählungen, Lyrik etc.
Interessant ist, dass ich letztes Jahr mehr Bücher deutschsprachiger (40 %) als englischsprachiger (37 %) Autoren gelesen habe, das hatte ich umgekehrt erwartet. Bei den anderen Sprachen machen wieder die skandinavischen Autoren den Großteil aus. Leider habe ich es wieder nur geschafft ein einziges Buch auf Englisch zu lesen, weshalb ich mir auch für das Lesejahr 2010 wieder ernsthaft vornehme, mehr englische Bücher zu lesen.
Erworben habe ich 2009 74 Bücher, davon waren 18 Bücher geschenkt. Für die 56 gekauften Bücher habe ich insgesamt 665 Euro ausgegeben, das sind 1,82 € die ich pro Tag für Bücher ausgegeben haben und durchschnittlich 11,87 € pro Buch. Die meisten erworbenen Bücher sind aus den Bereichen “Allgemeine Belletristik”, “Kunstbände” und “Lyrik”. 30 % der Bücher waren Wunschlistenkäufe, 70 % Spontankäufe. Geplant war es eigentlich genau umgekehrt
Highlights:
Das beste Buch des Jahres, das ich auch gleich zwei mal in diesem Jahr gelesen habe, war definitiv Pascal Merciers “Perlmanns Schweigen“.
Sehr gefallen haben mir auch:
• Veronique Olmi: Meeresrand
• Isaac Asimov: Die Foundation-Trilogie
• Die Brenner-Krimis von Wolf Haas
• E. M. Forster: Zimmer mit Aussicht
• Hakan Nesser: Das zweite Leben des Herrn Roos
• Thomas Bernhard: Erzählungen
• Margaret Atwood: Das Jahr der Flut
Flops:
• Agneta Pleijel: Der Weg des Windes (weil ich von “Lord Nevermore” so beeindruckt war und mir etwas ähnliches erhofft hatte)
• Paul Auster: Die New York-Trilogie (sehr vielversprechender Anfang, aber dann hat die Geschichte schnell nachgelassen)
• E. M. Forster: Wiedersehen in Howards End (kein Vergleich zu “Maurice” und “Zimmer mit Aussicht”)
• Jodi Picoult: 19 Minuten (leider haben die oberflächlichen Figuren die interessante Geschichte zunichte gemacht)
• Marya Hornbacher: Du hast nicht gesagt ich liebe dich (ihre Autobiographie “Wasted” fand ich soooo gut und war deshalb sehr gespannt auf ihren ersten Roman, der aber leider kitschig und langweilig war)
• Stewart O’Nan: alle, alle lieben dich (davon hatte ich mir viel mehr erwartet, ich fand es ein recht oberflächliches Buch, viel zu emotionslos)
Lesevorsätze für dieses Jahr:
• mehr englische Bücher lesen (gekauft hab ich eh schon einige, ich weiß auch nicht warum ich mich nie dazu überwinden kann)
• generell wieder mehr lesen (weniger Computerspielen!)
• mehr Tagebücher und Briefausgaben lesen (ich kaufe und kaufe die und habe schon eine recht schöne Sammlung, aber die meisten sind noch ungelesen)
• wieder öfter zur Bücherei gehen anstatt die Bücherstapel auf dem Boden noch höher werden zu lassen
• wieder zu jedem gelesenen Buch zumindest ein bisschen was schreiben
Leserückblick Mai 2009
2. June 2009 - Kategorie: Leserrückblick | 5 Kommentare

Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind
Diesem Buch bin ich lange Zeit aus dem Weg gegangen, weil mich Liebesgeschichten generell nicht so interessieren – und dann auch noch per Email; ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass da was Gutes dabei rauskommen kann. Ich dachte, dass es irgendeine kitschige, oberflächliche Geschichte ist, die mich nur nerven würde. Dann habe ich es aber doch gelesen und musste meine Meinung revidieren
Es ist eine wirklich schöne, intelligente und auch sehr spannende Liebesgeschichte mit zwei interessanten Charakteren, mit denen man gerne mitleidet und mithofft.

Daniel Glattauer: Alle sieben Wellen
Und natürlich war ich dann auch neugierig auf die Fortsetzung. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Fortsetzungen dieser Art, weil ich denke, ein einmal erreichter Erfolg lässt sich nicht so einfach wiederholen und man soll die Geschichte Geschichte sein lassen etc., aber auch hier habe ich mich wieder getäuscht. Bis auf das allerletzte Kapitel, das ich einfach nur unnötig finde (damit auch der dümmste Leser ja nur kapiert wie es endet, so liest es sich für mich), ist auch “Alle sieben Wellen” wie der erste Teil ein spannendes Buch, das ich gerne gelesen habe.

Wolf Haas: Der Knochenmann
Der erste Teil der Krimiserie um den Privatdetektiv Simon Brenner. Den letzen Teil, “Das ewige Leben”, hatte ich im März gelesen und mich sofort in den großartigen Humor des Buches und den eigenwilligen Schreibstil verliebt. Eigenwillig deshalb, weil die Geschichte wirklich erzählt wird – man liest und hat das Gefühl, jemand würde einem gegenüber sitzen und einem erzählen, was passiert, mit allen grammatikalischen Unfeinheiten, die die erzählende Sprache mit sich bringt. Konkret liest sich das dann zum Beispiel so: Jetzt ist schon wieder was passiert. Aber der Frühling ist eine herrliche Zeit, da gibt es Gedichte und alles, und weiß ein jeder, dass im Frühling das Leben erwacht. [...] Und das ist nur drei Wochen später gewesen, und immer noch Frühling, den Sommer hat es dann ja fürchterlich verregnet, Juli überhaupt zum Vergessen, aber Frühling eins a. Wolf Haas hat in mir auf jeden Fall einen neuen Fan dieser Reihe gefunden.

Bertolt Brecht: Die Dreigroschenoper
Nachdem ich zufällig einmal “Die Moritat von Mackie Messer” gehört hatte, das Eröffnungslied des Stückes, war ich neugierig auf die Geschichte. Theaterstücke fand ich immer schon etwas schwer zu lesen, aber die “Dreigroschenoper” hat mir gut gefallen. Eine wüste Geschichte, amüsant und spannend auf ihre ganz eigene Weise.
Und hier ist sie, die Moritat, gesungen (wenn man den Angaben auf Youtube trauen kann) von Bert Brecht persönlich:

Juli Zeh: Corpus Delicti
Rezension

H. G. Wells: Kinder der Sterne
Eine weitere interessante Zukunftsvision eines der größten Meister der Zukunftsvisionen. Die Invasion außerirdischer Lebensformen, jedoch nicht durch Raumschiffe und Kriege, sondern über die “kosmische Strahlung”, die die DNA der Menschen Stück für Stück verändert, bis die Menschen sich evolutionär angepasst haben und zu den Außerirdischen werden. Sehr schön wie immer bei Wells die Gesellschaftskritik, die sich hinter der Geschichte verbirgt – hier ist es die Anspielung auf den Nationalsozialismus und den Versuch, einen perfekten Menschen zu “züchten”.

Thomas Harris: Das Schweigen der Lämmer
Zum zweiten oder dritten Mal gelesen, spannende Unterhaltung für zwischendurch, obwohl ich sagen muss dass das eine der wenigen Ausnahmen ist, wo ich die Verfilmung besser finde als das Buch.
Leserückblick April 2009
6. May 2009 - Kategorie: Leserrückblick | 7 Kommentare

José Saramago: Die Stadt der Blinden
Und das war’s auch schon
Leserückblick März 2009
6. May 2009 - Kategorie: Leserrückblick | 2 Kommentare

Ingrid Noll: Die Häupter meiner Lieben

Julien Green: Leviathan
Zitate aus dem Buch

Robert Schneider: Die Offenbarung
Rezension

Paul Auster: Die New York-Trilogie

Hakan Nesser: Die Frau mit dem Muttermal

Jane Hirshfield: Of Gravity and Angels
Genauso gut wie erwartet

Alessandro Baricco: Oceano Mare

Milan Kundera: Abschiedswalzer
Zitate aus dem Buch

Christine Nöstlinger: Man nennt mich Ameisenbär

Bernhard Schlink: Der Vorleser

Peter S. Beagle: Das letzte Einhorn
Ich sag nur: Zwei Wochen Urlaub
Leserückblick Februar
1. March 2009 - Kategorie: Leserrückblick | Kommentieren

Haruki Murakami: Blinde Weide, schlafende Frau
Eine Sammlung von Erzählungen, auf die ich schon sehr neugierig war, die mich aber nicht sehr begeistert hat. Es ist zwar alles sehr Murakami-typisch, angefangen von der Grundstimmung der Geschichten bis hin zu den recht skurrilen und ein wenig ins Phantastische gehenden Geschehnissen, aber irgendwie konnte mich keine Erzählung so richtig fesseln oder beeindrucken. Sie sind zwar interessant, bleiben aber nicht wirklich hängen. Dazu sind sie zum Teil für mich einfach zu bruchstückhaft, wie aus einem größeren Zusammenhang gerissen, aber auch nicht wirklich tiefgehend. Vielleicht müsste man sich näher mit ihnen beschäftigen – ich denke, dass schon sehr viel Symbolik in manchen Erzählungen steckt, aber die hat sich mir nicht wirklich offenbart

Thomas Glavinic: Die Arbeit der Nacht
Zum zweiten Mal gelesen. Jonas wacht eines Morgens auf und begreift sehr bald, dass alle Menschen plötzlich verschwunden sind. Kein Fernsehempfang, kein Internet, leere Straßen und Wohnungen. Ein Gedankenexperiment, das ich sehr mag und das in diesem Buch konsequent und realistisch dargestellt wird. Eigentlich geht es hier um Einsamkeit und um die Abhängigkeit von bzw. das Grundbedürfnis nach sozialer Interaktion. Was passiert mit dem Menschen, wenn er keine Reflexionsfläche mehr hat, kein Gegenüber außer sich selbst? Jonas reagiert auf die neue Situation unter anderem mit Paranoia. Er traut sich nicht unbewaffnet außer Haus, verteilt Kameras in der Stadt, um die Straßen zu filmen. In den Nächten sieht er sich mit einem Teil seiner selbst konfrontiert, den er “der Schläfer” nennt – eine Art zweites Ich, das unabhängig von ihm zu sein scheint und ihm im späteren Teil der Handlung auch in seinen Plänen behindert.
Das Buch ist schwierig zu lesen, weil es sehr detailgenau die Handlungen von Jonas schildert, viele dieser Handlungen sich wiederholen und eigentlich nicht viel bzw. immer dasselbe passiert. Mich hat das nicht gestört, ganz im Gegenteil, gerade deshalb konnte ich mich so richtig in der Geschichte und ihrer (sehr beklemmenden) Atmosphäre fallen lassen.
Zitate aus dem Buch

Isaac Asimov: Die Foundation-Trilogie
Rezension
Leserückblick Jänner 2009
13. February 2009 - Kategorie: Leserrückblick | 4 Kommentare

Erich Kästner: Das fliegende Klassenzimmer
Nachdem ich von Kästner bisher nur die Gedichte gekannt hatte, habe ich beschlossen, dass es an der Zeit ist auch mal seine Kinderbücher zu lesen. “Das fliegende Klassenzimmer” ist eine Internats- und Weihnachtsgeschichte, in der sich alles findet, was zu solchen Geschichten gehört: Freundschaften, Streitereien, kleine und größere Tragödien und ein harmonisches Ende. Was sie so besonders macht, sind Kästners feiner Humor und die leise, aber ernste Gesellschaftskritik (genau die beiden Dinge, die ich auch an seinen Gedichten so schätze). Eine schöne Geschichte, die einen mit einem warmen und zufriedenen Gefühl zurücklässt.

Erich Kästner: Das doppelte Lottchen
Und weil “Das fliegende Klassenzimmer” so toll war, habe ich “Das doppelte Lottchen” gleich auch noch gelesen. Der Inhalt war mir von den Verfilmungen her natürlich schon bekannt, und ich kann hier eigentlich auch nur das gleiche sagen wie zum Klassenzimmer.

Richard Bachman: Amok
Ein Schüler nimmt seine Klassenkameraden als Geisel, nachdem er zwei seiner Lehrer getötet hat. In den Stunden der Geiselnahme entwickelt sich eine psychologisch wirklich interessant geschilderte Dynamik zwischen den einzelnen Schülern und dem Geiselnehmer, die eine ganz eigene Art von Spannung erzeugt. Das Buch ist vor allem eine Charakterstudie, die Stephen King alias Richard Bachman wirklich gut gelungen ist.

Franz Kafka: Die Tagebücher III
Der dritte Band der vierbändigen Tagebuch-Ausgabe, der die Jahre 1914 bis 1923 umfasst. Ich bin richtig traurig, dass ich jetzt nur noch einen Band vor mir habe (die Reisetagebücher), weil ich mich Kafka sehr verbunden fühle, und das Lesen seiner Aufzeichnungen suggeriert irgendwie ein Gefühl von Nähe.
Zitate aus diesem Band sind hier zu finden.

Pascal Mercier: Perlmanns Schweigen
Rezension

Graham Greene: Die Kraft und die Herrlichkeit
Graham Greene erzählt die Geschichte eines katholischen Priesters zur Zeit der Christenverfolgungen in Mexiko. Von einem Offizier der Polizei gejagt, zieht der Priester durch das Land und findet in den Begegnungen mit den Menschen zu seinem Glauben zurück. Das für mich Faszinierendste an dem Buch: Graham Greene braucht keine kunstvollen Umschreibungen, um seine Geschichte zu erzählen, sondern kann in den einfachsten Worte, die es dafür gibt, von der Liebe erzählen, von Verlust, Zweifeln, Angst und Hoffnung, ohne dass man sich davon unangenehm berührt fühlt. Ganz im Gegenteil, die Geschichte berührt auf eine sehr direkte, schnörkellose Weise und trifft immer ins Herz der Dinge. Ich kann irgendwie nicht viel mehr dazu sagen als: Das ist ein wirklich “großes” Buch, dessen Lektüre ich jedem ans Herz legen möchte.
Zitate

Clive Barker: Abarat
Wie schon berichtet: Endlich mal wieder eine Fantasygeschichte, die mir so richtig gut gefallen hat. Die sechzehnjährige Candy Quackenbush verschlägt es in eine andere Welt, die von der unseren aus nur über ein Meer namens Isabella erreichbar ist. Dort trifft sie auf seltsame Gestalten, lernt Freund und Feind kennen und erlebt einiges an Abenteuern. Inhaltlich eine recht klassische Geschichte also, aber die Umsetzung ist wunderbar und die vielen neuen Ideen und die faszinierende Welt von Abarat machen das Buch zu etwas sehr Besonderem. Ich freu mich schon sehr auf die weiteren Teile

Henry James: Das Durchdrehen der Schraube
Eine richtig klassische Geistergeschichte über eine junge Pfarrerstochter, die auf das Landgut eines reichen Londoner Herren kommt, um als Erzieherin für dessen Nichte und Neffe zu arbeiten. Als der jungen Frau die Geister zweier ehemaligen Angestellten erscheinen, zerbricht die scheinbar heile Welt und es entfaltet sich ein Grauen, in das Henry James sehr gekonnt auch den Leser einwickelt, weil auch dieser wie die Erzieherin an den Wahrnehmungen zweifelt.
Sprachlich nicht ganz einfach: oft lange, verschachtelte Sätze, die aber wunderbar zu der Zeit und der erzählten Geschichte passen. Ich habe für das Buch allerdings mehrere Anläufe gebraucht, weil ich es nicht abends lesen konnte – ich bin ein ziemlicher Angsthase bei sowas
Agneta Pleijel: Der Weg des Windes
Eine Familiengeschichte, die sich über mehrere Generationen erstreckt. Die schwedische Autorin Agneta Pleijel ist hierzulande nicht sehr bekannt, und leider sind außer “Der Weg des Windes” bis jetzt nur zwei weitere Romane von ihr ins Deutsche übersetzt worden. “Lord Nevermore” habe ich vor zwei oder drei Jahren gelesen und war sofort begeistert von der Autorin – vor allem ihre wirklich schöne, kunstvolle Sprache spricht mich sehr an. Beide Bücher haben einen sehr melancholischen Grundton und die Figuren, deren Leben sie erzählt, sind lebendig und liebenswert.
Zitate aus dem Buch

Josie Litton: Wikinger meiner Träume
Rezension

Karl Bruckner: Sadako will leben
Ein Jugendbuch, das den Atombombenabwurf auf Hiroshima thematisiert. Erzählt wird die Geschichte von Sadako Sasaki, einem Mädchen, das den Atombombenabwurf zwar überlebt, zehn Jahre später an den Folgen der Strahlenkrankheit stirbt. Ich habe das Buch als Kind ein paar mal gelesen und auch jetzt bei Wiederlesen hat es mir sehr gut gefallen. Eine traurige Geschichte, von der ich lange nicht wusste, dass ihr eine reale Geschichte zugrunde liegt und es Sadako wirklich gegeben hat.

Rosamunde Pilcher: Die Muschelsucher
Was ich an den Büchern von Rosamunde Pilcher gerne mag: Sie erzeugen so ein schönes Gefühl von “zuhause”. Die Kamine, das Teetrinken mit dem passenden Gebäck dazu, die Landhäuser, die großen Küchen mit dem blankpolierten Tisch, an dem sich alle versammeln… ich liebe das
Außerdem ist es eine schöne Familiengeschichte, ein richtiges Wohlfühlbuch.
Leserückblick 2008
6. January 2009 - Kategorie: Leserrückblick | 4 Kommentare
Zuerst einmal die Zahlen:
111 gelesene Bücher, das sind 0,3 Bücher pro Tag bzw. 9,3 Bücher pro Monat. Am meisten habe ich im Jänner gelesen (15 Bücher), am wenigsten im Oktober (ein Buch). Insgesamt waren es 42.886 Seiten, was 117,5 Seiten pro Tag ausmacht.
Genremäßig war die Verteilung wie erwartet: Der Großteil aus dem Bereich “Allgemeine Belletristik” (35 %, 39 Bücher), auf Platz 2 “Krimi & Thriller” (17 %, 19 Bücher) und den dritten Platz machten heuer die Klassiker (9 %, 10 Bücher). Der Rest verteilt sich auf Erzählungen, Fantasy, Tagebücher & Briefe, Horror & Mystery, Kinder- und Jugenbücher, Science Fiction etc., um mal die häufigsten zu nennen.
Was die Lesesprache betrifft, ist das Ergebnis mehr als enttäuschend: Trotz des Vorsatzes, in diesem Jahr mehr englische Lektüre zu lesen, habe ich es nur auf ein englischsprachiges Buch geschafft. Die Verteilung der Originalsprache war wie erwartet: Mehr als Hälfte Englisch, jeweils 23 % Deutsch und “Anderes” (was hauptsächlich Schwedisch ist).
24 % der Bücher hatte ich zum zweiten (oder dritten, oder vierten, oder fünften) Mal gelesen, 76 % waren neu, und ziemlich genau so hatte ich mir das auch vorgenommen gehabt.
Erworben habe ich 90 Bücher, davon waren 13 Stück geschenkt oder gewonnen. Durchschnittlich habe ich 6,78 € für ein Buch ausgegeben, pro Tag 1,36 € für Bücher. Ob ich das viel finde oder nicht, muss ich mir erst noch überlegen
Ende 2007 betrug der Stand meiner Bücherwunschliste 338 Bücher, jetzt sind es 403 Stück. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich trotz strenger Vorsätze viel mehr Bücher spontan gekauft habe (70 %).
Und ja, ich liebe Statistiken
Und jetzt ein bisschen was Allgemeines:
Insgesamt gesehen war 2008 ein sehr schönes und interessantes Lesejahr. Es waren wenige Enttäuschungen dabei, dafür aber viele Highlights.
Besondere Leseerlebnisse waren: die ersten zwei Bände der Kafka-Tagebücher, die Briefe von Marina Zwetajewa, die Larsson-Trilogie und die Entdeckung neuer Lieblingsautoren wie H. G. Wells, E. M. Forster und Cormac McCarthy, dessen “Grenzgänger” unangefochten das beste Buch des Jahres war. Ganz besonders ist mir auch Wajdi Mouawads “Verbrennungen” im Gedächtnis geblieben, das erste Theaterstück, das ich seit ewiger Zeit gelesen hatte und eine unglaublich tragische und fantastisch umgesetzte Geschichte. Und sehr positiv überrascht war ich auch von Henning Mankells “Die italienischen Schuhe”, da ich von ihm bisher nur die Wallander-Krimis kannte.
Sehr enttäuschend waren:
• Alessandro Baricco: Ohne Blut (andere Bücher von ihm liebe ich, das fand ich einfach nur langweilig)
• Michel Faber: Die Unvollendete (ein komplett sinnloses Buch, enttäuschend deshalb, weil ich von “Das karmesinrote Blütenblatt” so begeistert war)
• Mo Hayder: Der Vogelmann (weil “Tokio” eines der besten Bücher der letzten Jahre war und ich mir einfach mehr erwartet hätte)
• Tom Rob Smith: Kind 44 (weil zu hollywoodmäßig und großartiges Thema einfach nicht angemessen umgesetzt)
• Isabelle Holland: Der Mann ohne Gesicht (weil der Film einer der besten der Welt ist und ich immer noch nicht ganz glauben kann, dass die literarische Vorlage so dermaßen schlecht ist)
Als lustigstes Buch habe ich übrigens – neben den Kehlmanns – Thomas Glavinics “Das bin doch ich” in Erinnerung behalten. Ich musste selten so viel lachen wie bei dieser Geschichte, weil sie einfach so wunderbar selbstironisch ist. Und weil wir schon dabei sind: Am traurigsten/erschütterndsten/berührendsten waren McCarthys “Grenzgänger”, “Verbrennungen” von Mouawad, Doris Lessings “Das fünfte Kind”, Stephen Kings “Love” und die Kurzgeschichte “Die Frau des Studenten” von Raymond Carver.
Liebster Buch-Charakter des Jahres: Lisey aus Stephen Kings “Love”. Weil sie einfach nur liebenswert ist, liebenswert und tapfer. Und die ungeliebteste Figur war der Missionar in einer Kurzgeschichte von W. Somerset Maugham, deren Titel mir entfallen ist, aber ich war selten so aufgebracht beim Lesen einer Geschichte (und bin es auch jetzt immer noch, wenn ich daran denke). Und die liebe Emma aus Jane Austens gleichnamigem Roman fand ich auch recht anstrengend.
Jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass auch 2009 ein ebenso gutes Lesejahr wird – und dass ich meine Vorsätze (Wunschliste abbauen & mehr englische Bücher lesen) ein bisschen besser einhalten werde, aber wie das immer so ist mit guten Vorsätzen…
Leserückblick Dezember
3. January 2009 - Kategorie: Leserrückblick | Kommentieren

Zeruya Shalev: Liebesleben
Rezension

Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
Auf dieses Buch war ich schon sehr lange sehr neugierig. Ich hatte ja die Befürchtung, dass es mich enttäuschen wird, aber es hat mir ausgesprochen gut gefallen. Gut und interessant erzählt, toller Humor, der genau meinen Geschmack trifft. Sehr interessant fand ich auch den Sprachstil: Nur indirekte Rede, sehr viel Konjunktiv. Hätte man mir das vorher gesagt, hätte ich wohl gedacht, dass das nur schlecht lesbar ist, aber gerade das hat das Buch irgendwie so einzigartig gemacht.

Georges Simenon: Bellas Tod
Mein erster Simenon und bestimmt nicht mein letzter. Ein Mann wird angeklagt, eine in seinem Haus wohnende junge Frau getötet zu haben. Mit viel psychologischer Raffinesse erzählt Simenon die Geschichte dieses Mannes und von den Folgen der Anklage. Interessant war die Geschichte vor allem auch dadurch, dass wirklich nur aus der Sicht des Mannes erzählt wurde, der Leser also immer auf dem gleichen Wissenstand und deshalb immer mit derselben Unsicherheit konfrontiert war. Dazu ein brillantes Ende, das ich hier natürlich nicht verraten werde

Daniel Kehlmann: Unter der Sonne
Auch die Kurzgeschichten von Herrn Kehlmann haben mir gut gefallen. Sehr authentisch und aus dem Leben gegriffen, sprachlich schön klar und ohne die üblichen Sprachexperimente und Spielereien, die man sonst leider oft in den modernen Kurzgeschichten findet (und die den Text meistens ungenießbar machen). Im Gedächtnis geblieben sind mir vor allem die Geschichten “Töten” (ein heißer, erdrückender Sommertag, ein Jugendlicher, der aus Langeweile bzw. Abgestumpftheit zum Verbrecher wird) und die erste Geschichte, deren Titel mir gerade nicht einfällt, in der ein einfacher Angestellter unerwarteterweise plötzlich zu sehr viel Geld kommt.

Daniel Kehlmann: Ich und Kaminski
Auch sehr guter Humor, vor allem anfangs. Der Ich-Erzähler Sebastian Zöllner, ein Kunstkritiker, ist eine lustige Figur, absolut von sich überzeugt und nicht in der Lage zu bemerken, dass er nicht einmal halb so gut ankommt wie er sich das einbildet. Diesen Menschentypus des sich selbst für den Nabel der Welt haltenden Narzissten hat Kehlmann wirklich wunderbar karikiert. Ich fand das Buch aber nicht so gut wie “Die Vermessung der Welt”, weil es gegen Ende hin etwas abflachte und mich die Geschichte um Zöllner und Kaminiski nicht mehr so sehr interessierte.

H. G. Wells: Der Unsichtbare
Wie auch in “Die Insel des Dr. Moreau” und “Die Zeitmaschine” gelingt es Wells vortrefflich, die negativen Aspekte einer auf den ersten Blick verlockenden Idee punktgenau aufzuzeigen. Wer hat sich nicht schon einmal vorgestellt, wie es wäre, sich ungesehen in der Welt bewegen zu können? Und wer denkt schon an die Folgen, die eine Verwirklichung dieser Vorstellung haben würde? An die Isolation innerhalb der Gesellschaft, die alle Vorteile zunichte macht?

Stephen King: Cujo
Das Buch hatte ich vor mehr als zehn Jahren schon einmal gelesen, habe aber das Ende, das mich sehr getroffen hat, vergessen (oder, eher wahrscheinlich, verdrängt). Stephen King zu lesen ist immer ein bisschen wie nachhause kommen, weil alles so vertraut ist: Liebenswerte Charaktere, hassenswerte Charaktere, spannende und mitreißend erzählte Geschichte.

John Irving: Die vierte Hand
Vor drei Jahren habe ich mich zum ersten Mal an dem Buch versucht, damals hab ich es aber abgebrochen. Diesmal habe ich durchgehalten. Ein typischer Irving zwar, aber kein Vergleich mit meinen Lieblingen von ihm, insgesamt also eher enttäuschend. Ich kann gar nicht genau sagen, was mir gefehlt hat, vielleicht dass die Geschichte zu oberflächlich blieb.

Raymond Carver: Würdest du bitte endlich still sein, bitte
Mit Kurzgeschichten tu ich mir oft schwer. Auch hier hatte ich lange das Gefühl, dass das nichts für mich ist, und das obwohl die Geschichten wirklich gut sind, sowohl sprachlich als auch inhaltlich (auch wenn ich sie inhaltlich nicht recht verstanden hatte). Aber mir fehlte immer ein richtiges Ende, weil eine Geschichte für mich einfach einen Anfang und ein Ende haben muss. Carvers Geschichten sind dagegen wie Schnappschüsse aus den Leben seiner Protagonisten, und als ich das endlich begriffen hatte, konnte ich sie ganz anders lesen und einfach als das nehmen, was sie sind. Zwei Geschichten sind mir besonders im Gedächtnis geblieben, und von diesen beiden hat mich vor allem “Die Frau des Studenten” sehr berührt.

Henning Mankell: Die weiße Löwin
Zum dritten oder vierten Mal gelesen, immer wieder spannend, immer wieder gut. Hier gefällt mir besonders gut die politische Komponente (die Verhältnisse in Südafrika).

Hakan Nesser: Die Fliege und die Ewigkeit
Der schlechteste Nesser bisher. Zwar der gewohnte, vielgeliebte nüchtern-klare Erzählstil, aber die Geschichte selbst fand ich diesmal nicht so toll. Erstens fand ich das Motiv für die Tat etwas weit hergeholt, zweitens gab es einen kleinen Nebenplot, den ich einfach nicht verstanden habe und wo ich mich jetzt noch frage, was das eigentlich sollte.



