Ermittler in Gefahr

notiert von: Eva

Was mich bei Krimis jedes Mal aufs Neue nervt, auch wenn ich mich mittlerweile wirklich schon daran gewöhnt haben sollte: Wenn der Ermittler selbst im Laufe der Handlung (meistens gegen Ende, damit der Showdown noch dramatischer wird) ins Visier des Mörders gerät. Gerade eben wieder gelesen in Åke Edwardsons “Zimmer Nr. 10″, und sogar mein liebster Kriminalautor Henning Mankell macht das.

Von irgendwelchen typischen amerikanischen Thrillern, in denen die FBI-Beamtin dem brutalen Serienmörder, den sie 300 Seiten lang gejagt hat, in die Hände fällt und sich entweder mutig selbst rettet oder von einem attraktiven Mann gerettet wird, will ich ja gar nicht reden. Da verstehe ich es irgendwie noch, aber warum müssen so gute Autoren wie Mankell oder Edwardsson auch auf diese plumpe Spannungssteigerungsmethode zurückgreifen? Am schlimmsten finde ich es aber bei Patricia Cornwell, deren Kay Scarpetta-Reihe ich wirklich mag (zumindest bis auf die letzten zwei Bücher), aber wie oft die gute Kay schon von irgendwelchen Psychopathen belästigt wurde, mag ich gar nicht nachzählen. Ich finde das vor allem äußerst unrealistisch, ohne jetzt aber wirklich Ahnung davon zu haben, ob so etwas in der realen Polizei-Welt nicht auch öfter mal passiert.

Von Åke Edwardson bin ich aber trotzdem begeistert und ich möchte die restlichen Romane um Kommissar Winter jetzt der Reihe nach lesen :D

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Kommentare

4 Kommentare zu “Ermittler in Gefahr”

  1. Maren am 24. March 2009 17:21

    Einer der Gründe, warum ich nicht gerne Krimis lese, in denen irgendwelche (meist strunzlangweiligen) Ermittler im Vordergurnd stehen (von meinem heißgeliebten Guido mal abgesehen). Find sowas in höchstem Maße unlogisch, und es zeigt irgendwie auch nur, dass dem Autor nichts mehr eingefallen ist.

    Die von mir so verhassten Ami-Thriller hast du aber sehr schön umschrieben! ;D

  2. Eva am 26. March 2009 17:36

    Welcher Guido?
    Ich mag normalerweise so Serien schon, wo man dann die Ermittler besser kennen lernt und auch deren Leben eine Rolle spielt, aber dieser spezielle Punkt ist eben schon sehr nervig. Vor allem weil es bei den Mankells zum Beispiel einfach nicht sein müsste – die Geschichten würden auch ohne das funktionieren. Na ja, Autorenlogik ;)

  3. Maren am 26. March 2009 17:43

    Guido Brunetti ♥

  4. Eva am 26. March 2009 18:56

    Ah, okay, die Brunettis kenn ich noch gar nicht. Aber du scheinst ja schwer verliebt zu sein, den muss ich mir mal ansehen :D

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