Ihren Mord an den Händen

notiert von: Eva

Die Augen meines Vaters. Er sitzt auf der Bettkante in der schlimmsten aller Nächte, und ich sehe, mit welchen Gedanken er kämpft. Er hat meine Mutter getötet, trägt noch ihren Mord an den Händen, jetzt denkt er, dass er ebenso gut dafür sorgen kann, dass der Junge ihr Gesellschaft leistet. Ich schlage die Augen auf und nehme diesen Gedanken wahr, und genau das rettet mir das Leben. Er betrachtet mich, und das Lebendige und das Tote balancieren auf der dünnen Scheide seiner weiß glühenden Trauer. Dann streicht er mir übers Haar und verlässt mich.

- Håkan Nesser, Die Schatten und der Regen

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