Leserückblick November
notiert von: Eva


Enid Blyton: “Dolly – Wiedersehen auf der Burg” und “Dolly – Eine aufregende Mitternachtsparty”
Ich liebe Internatsgeschichten und die Dolly-Serie fand ich immer schon toll. Natürlich ist es mittlerweile ein bisschen nervig, wenn immer alles gut ausgeht & am Ende alle glücklich sind auf ihrer ach so tollen Burg Möwenfels, aber das gehört eben dazu

Stephen King: Love
Siehe hier

Ingrid Noll: Die Apothekerin
Maren hatte einmal erwähnt, dass Ingrid Noll ihre liebste deutsche Krimiautorin ist, was mich natürlich neugierig gemacht hat, und als ich meine Bücher in die neuen Regale geschlichtet habe, ist mir doch tatsächlich ein Buch von ihr in die Hände gefallen, von dem ich immer noch nicht weiß, woher ich das eigentlich habe und warum ich es noch nie gelesen habe.
Ich hab das Buch beim Lesen sehr genossen: Erstens war die Hauptfigur interessant, zweitens hat es mir vom Sprachlichen her gut gefallen, drittens war es spannend. Nur das Ende fand ich nicht so gut, weil es irgendwie so typisch und vorhersehbar war. Und unnötig, da hätte nicht noch was draufgesetzt werden müssen – die Geschichte hätte sich selbst genügt. Aber das war bestimmt nicht das letzte Buch von Ingrid Noll, das ich gelesen habe.

Paul Auster: Im Land der letzten Dinge
Eine weitere Dystopie, empfohlen von Markus. Ganz hat mich das Buch nicht überzeugt, dafür blieb die Hauptfigur zu blass, weshalb ich auch nicht wirklich von ihrer Geschichte berührt wurde, und die Fragestellungen, die bei einem solchen Szenario immer auftauchen (Fragen der Moral, des Überlebens, etc.), wurden für mich eher oberflächlich abgehandelt. Vielleicht bin ich aber einfach auch schon übersättigt von diesen düsteren Zukunfts-Geschichten – fürs Erste werde ich auf jeden Fall einmal eine Pause mit den Dystopien einlegen. Stilistisch ist es aber ein sehr schönes und gut zu lesendes Buch und ich freue mich schon auf mein nächstes Buch von Paul Auster.

Friedrich Dürrenmatt: Der Verdacht
Eine ziemliche Enttäuschung, vor allem im Vergleich mit “Das Versprechen”. Anfangs war das Buch noch sehr vielversprechend, die Geschichte wurde dann aber schnell immer unrealistischer, was zu einem großen Teil an den seltsamen Nebenfiguren liegt. Die “philosophischen” Monologe haben mich schnell genervt – moralische und sonstige Botschaften sollten für meinen Geschmack subtiler an den Leser gebracht werden. Gegen Ende hin wurde es dann zwar noch einmal sehr spannend (die Szene, in der Kommissar Bärlach auf seinen Tod wartet ist meisterhaft erzählt!), aber das unglaubwürdige Finale, das aus einem schlechten Hollywood-Film hätte stammen können, hat leider alle wenigen positiven Eindrücke wieder zunichte gemacht.

Pascal Mercier: Lea
Mein zweites Buch von Mercier nach “Nachtzug nach Lissabon”. “Lea” ist eine Geschichte über Aufopferung, die Komplexität der Beziehung zwischen Vätern und Töchtern, aber vor allem über die Überzeugung, Schuld am Schicksal des eigenen Kindes zu sein und was diese Überzeugung in einem Menschen anrichten kann. Leise aber sehr kraftvoll erzählt Pascal Mercier von Lea, dem musikalischen Wunderkind, und ihrem Vater, der alles für seine Tochter tut, dann aber an ihrer Krankheit und letzten Endes an sich selbst und den Selbstvorwürfen scheitert. Sehr schön vor allem die Sprache und die tiefgründige Beschreibung der Vater-Tochter-Beziehung.
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Kommentare
12 Kommentare zu “Leserückblick November”
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Hey, freut mich, dass du was von Ingrid Noll gelesen hast! “Die Apothekerin” ist ein gutes Buch
Mag ich am zweitliebsten, mein allerallerliebstes von ihr ist “Der Hahn ist tot”. Das fand sogar meine Mutter toll, und das will was heißen! Die liest nämlich normalerweise nicht, aber das hatte ich ihr mal ans Herz gelegt, und sie hat es sogar gelesen und fand es total super.
Auch sehr gut finde ich “Röslein rot”.
Fein, dann werde ich mir “Der Hahn ist tot” demnächst mal besorgen, das klingt gut!
Jetzt wo ich so drüber nachdenke, bekomme ich glatt Lust nochmal Der Hahn ist tot zu lesen. Hab das schon 3-4x gelese, finde es aber jedesmal wieder herrlich.
Gehört zu meinen liebsten Büchern überhaupt!
Übrigens: Heute ist LOVE bei mir eingetroffen!
Du machst mich ja richtig neugierig auf das Buch! Mal schauen, ob ich es noch irgendwo bei den Weihnachtswünschen unterbringen kann
Na hoffentlich ist “Love” nicht auch so eine Enttäuschung für dich wie der Larsson *lach*
Das hoffe ich auch schwer!
Ich war früher mehr so der Schreckenstein-Typ! Aber Hauptsache Internat
Da ich nicht weiß, wo ichs sonst unterbringen soll *g*: Der Report der Magd gefällt mir bisher (hab 1/4 bisher geelsen) ausgesprochen gut! Bin froh, dass ichs doch nochmal damit probiert habe, und das buch hat ähnliche Sogwirkung auf mich wie damals “alias Grace”
@ Mart: He, das kenn ich ja gar nicht! Und endlich mal ein Jungsinternat! Da hast du mir jetzt was angetan…
@ Maren: Das freut mich! Manchmal ist es einfach nicht der richtige Zeitpunkt für ein Buch, und später dann passt es auf einmal. Schreibst du dann was dazu, wenn du es gelesen hast?
Da es momentan ein echter 5-Sterne-Kandidat ist, wollte ich eigentlich was drüber schreiben, wenn ich es endlich durch habe (komme momentan einfach nicht so zum Lesen). Ich schreibe ja lieber über schlechte Bücher als über gute, aber bei diesem werd ich mir was einfallen lassen.
Unglaublich, wie viel du ließt!!8-O Allein im Januar 14! Bücher. Manch einer schafft das im ganzen Leben nicht … Ich komme so auf gelogene 30 im Jahr …
Ich tu eben kaum was anderes in meiner Freizeit, da kommt dann einiges zusammen
. Ich hab aber auch immer wieder Phasen, wo ich fast gar nichts lese. So exzessiv ist es bei mir auch erst seit ein paar Jahren, früher waren es auch so ca. 30-40 Bücher im Jahr
Krass, ich hab in meinem Leben 2 Bücher gelesen. Ok, mit Schulbücher vielleicht 5. Bin nicht so der Lese Typ, aber die Bücher scheinen interessant zu sein. Hmmm…