Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
31. May 2010 | notiert von: Eva
Immer wenn ich an Josef Haslingers “Opernball” denke, muss ich automatisch an meinen Deutschprofessor aus der Abendschule denken. Ich hatte das Buch damals unabhängig vom Unterricht gelesen, und irgendwann während einer Stunde ist zufällig die Sprache darauf gekommen und ich habe mit ihm kurz über die Geschichte gesprochen. Es war nichts Besonderes an dem Gespräch, aber “Opernball” ist wirklich das einzige Buch das für mich so untrennbar mit einem bestimmten Menschen verknüpft ist. Ich mochte meinen Professor sehr gerne, er war auch der Direktor der Schule und ein guter Lehrer, der nicht streng nach dem Lehrplan vorgegangen ist, was den Unterricht immer sehr interessant gemacht hat. Ich habe das Buch seit damals nicht mehr gelesen und weiß auch gar nicht mehr, wie es mir gefallen hat. Vielleicht sollte ich es nochmal lesen…
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Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst
30. May 2010 | notiert von: Eva

Ich hab jetzt echt lange überlegt, aber mir fällt wirklich kein Buch ein. Bücher die mir nicht bzw. nicht so gut gefallen haben, lese ich natürlich nicht noch einmal. Und wenn mir ein Buch gefällt, dann lese ich es auch mehr als einmal, sogar Krimis, wo man ja sagen könnte dass ich den Ausgang schon kenne und es deshalb langweilig wäre, es nochmal zu lesen. Es könnte höchstens ein Buch sein, das mir zwar sehr gefallen hat, das ich aber deshalb nicht noch mal lese, weil es sehr schwierig oder anstrengend oder was auch immer war, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich das schon mal gehabt hätte. Also, sorry, bei der Frage muss ich passen
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Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
29. May 2010 | notiert von: Eva
Damit es nicht langweilig wird, nenne ich hier nicht mein Lieblingsbuch, sondern Wally Lambs “Die Musik der Wale”, das ich auch schon sehr oft gelesen habe und von dem ich immer wieder aufs Neue begeistert bin.
Erzählt wird die Lebensgeschichte einer jungen Frau namens Dolores Price, deren Leben von Verlusten und Verletzungen geprägt ist. Ihr Vater verlässt die Familie, ihre Mutter stirbt ein paar Jahre später, nicht lange nachdem Dolores von dem Untermieter ihrer Großmutter vergewaltigt wurde. Sie entwickelt eine Essstörung, sucht Trost im Essen und wird zu einer einsamen Jugendlichen, die niemanden an sich heranlässt. Es wäre jetzt zuviel, alles weitere was ihr widerfährt noch zu erzählen, aber was das Buch so besonders macht, ist, dass Wally Lamb mit Dolores eine wirklich authentische und wundervolle Figur erschaffen hat, die man liebt und hasst und mit der man sich (vor allem als Frau) wunderbar identifizieren kann. “Die Musik der Wale” ist eine sehr tragikomische Geschichte, ein perfekter fesselnder Schmöker, tiefgehend aber mit sehr viel Leichtigkeit, der mich schon seit meiner Jugend begleitet und den ich wirklich jedem ans Herz legen möchte
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Tag 4 – Dein Hassbuch
28. May 2010 | notiert von: Eva
Es gibt kein Buch, das ich wirklich “hasse”, aber es gibt eines, das mich beim Lesen ganz furchtbar aggressiv gemacht hat und immer noch ein bisschen macht, wenn ich daran zurückdenke, und das ist “Das böse Mädchen” von Mario Vargas Llosa. Da geht es ganz kurz gesagt um einen Mann, der von einer Frau nicht loskommt. Und während der Anfang des Buches noch halbwegs okay (aber auch nicht wirklich berauschend) war, ist es dann wirklich nur noch schlimm geworden. Immer wieder taucht das böse Mädchen auf und verschwindet wieder, und abgesehen davon dass das furchtbar langweilig und viel zu inszeniert war, war angefangen von der Figur des Mannes bis zu der Frau, die nicht nur böse, sondern zwischendurch auch furchtbar leidend und hilfsbedürftig war, alles einfach nur ein großes Klischee.
Was mich daran jetzt wirklich so aggressiv gemacht hat, kann ich gar nicht genau sagen. Einerseits war es das Bild des “willenlosen, einer Frau hilflos ausgelieferten und obsessiven Mannes” und gleichzeitig die “geheimnisvolle, verruchte Frau, die aber in Wirklichkeit einfach nur zutiefst unsicher und verletzt ist”, was einfach so banal ist, außerdem waren die Charaktere total seicht. Und andererseits war es auch die Sprache, die Art, wie Llosa geschrieben hat, die Verwendung bestimmter Wörter und einfach allgemein der Stil. Auf jeden Fall war ich, nachdem ich das Buch endlich fertig hatte (warum ich es nicht einfach abgebrochen habe verstehe ich bis heute nicht), so wütend auf Llosa und die verschwendete Zeit, die ich mit diesem dummen Buch verbringen musste, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Buch gegen eine Wand geschmissen habe, was mir bis heute kein bisschen leid tut
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Ohne Titel – Elene Usdin
28. May 2010 | notiert von: Eva

“Ohne Titel” (aus der Serie “Autoportrait aux matelas”) | ©Elene Usdin
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Tag 3 – Dein Lieblingsbuch
27. May 2010 | notiert von: Eva

Mein Lieblingsbuch ist ganz eindeutig “Rausch der Verwandlung” von Stefan Zweig. Es ist auch das Buch, das ich bisher am öftesten gelesen habe, ich lese es ca. ein, zwei mal im Jahr und es wird mir nie langweilig oder uninteressant, obwohl ich es stellenweise wirklich schon fast auswendig kenne.
Es geht um Christine, eine junge Frau in der Nachkriegszeit des ersten Weltkriegs, die eine Stelle als Postassistentin hat, ihre kranke Mutter pflegt und ein sehr bescheidenes, ärmliches Leben führt. Durch eine Tante aus den USA, die nach langer Zeit wieder Kontakt mit der Familie aufgenommen hat, kommt sie zu einem Urlaub in einem Hotel in der Schweiz und lernt dort das Leben der Menschen kennen, die nicht nur sparen müssen, nicht nur Entbehrungen haben, sondern fröhlich sind und gedankenlos das Leben genießen. Nachdem Christine das Hotel überstürzt verlassen und wieder in ihr nun trostlos gewordenes Leben zurückkehren muss, wächst in ihr der Hass auf die soziale Ungerechtigkeit, da sie erst jetzt gesehen hat, wie anders das Leben sein kann. Sie lernt Ferdinand kennen, einen im Krieg verwundeten Architekten, und findet in ihm ihren Seelenpartner. Auch er ist wütend auf die Gesellschaft, die ihm kein sorgloses Leben ermöglicht. Das Buch endet mit Christines “Ja” als Zustimmung zu einem folgenschweren Entschluss, mit dem die beiden aus ihrem verhassten Leben ausbrechen wollen.
Mich berührt die Geschichte einfach sehr, und Stefan Zweigs schöne und intelligente Sprache tut ihr übriges dazu, dass man Christines “Rausch der Verwandlung” und ihre anschließende Verzweiflung an einem Leben, das nicht mehr als lebenswert angesehen werden kann, nachvollziehen und vor allem mitfühlen kann. Einfach ein rundum perfektes Buch für mich
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Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
26. May 2010 | notiert von: Eva
Zur engeren Auswahl stehen John Updikes “Terrorist” und Joan Aikens “Du bist ich. Die Geschichte einer Täuschung”, und es wird vorraussichtlich Frau Aiken werden.

Joan Aiken ist die Tochter von Conrad Aiken, einem amerikanischen Lyriker den ich sehr gerne lese. Die Geschichte klingt sehr interessant: Zwei junge Frauen die sich wie Zwillinge gleichen, tauschen ihre Identität – das Waisenkind Alvey nimmt die Rolle von Louisa ein, die in einer großen Familie lebt und unbedingt als Missionarin nach Indien möchte, was ihr ihre Eltern aber verbieten. Ich kenne nichts von Joan Aiken und habe auch überhaupt keine Vorstellung davon, welche Art von Literatur sie schreibt, also bin ich schon sehr neugierig auf das Buch.
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Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest
25. May 2010 | notiert von: Eva
Mit viel Verspätung starte ich jetzt das 31-Tage-Bücherprojekt. Mal sehen ob ich diszipliniert genug bin, jeden Tag meinen Beitrag zu schreiben…

Ich lese gerade Siri Hustvedts “Was ich liebte”. Dieses Buch habe ich vor ein paar Jahren schon einmal gelesen und war sehr begeistert davon. Und ich merke jetzt beim zweiten Lesen dass ich das Buch wieder genauso gut finde wie beim ersten Mal – ich hatte etwas Angst dass dem nicht so ist. Erzählt wird die Geschichte zweier Familien in New York. Leo Hertzberg, Kunsthistoriker, und Bill Wechsler, ein Künstler, freunden sich an nachdem Leo ein Bild von Bill gekauft hat. Die Entwicklung der Ehen der beiden, die Entwicklung ihrer Kinder und auch ihrer Freundschaft zueinander stehen im Zentrum der Geschichte. Was mich an dem Buch besonders anspricht, ist dass viel über Kunst geredet wird, über den Kunstmarkt, über einzelne Werke von Bill, über das Künstler-sein und die Bedeutung der Kunst im Leben der Familien. Siri Hustvedt hat außerdem einen tollen, klaren Schreibstil der sich gut und flüssig liest.
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31 Tage – 31 Bücher
13. May 2010 | notiert von: Eva
Bei Maren bin ich auf dieses tolle Blogprojekt gestoßen. Ich werde am Sonntag damit beginnen und freue mich schon darauf, mich mal intensiver mit meinen Büchern auseinanderzusetzen. Wer auch immer der Urheber dieses Projektes ist: Tolle Idee
Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
Tag 3 – Dein Lieblingsbuch
Tag 4 – Dein Hassbuch
Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast
Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/diener Lieblingsautorin
Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
Tag 12 – Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… empfohlen bekommen hast
Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit
Tag 15 – Das 4. Buch in deinem Regal v.l.
Tag 16 – Das 9. Buch in deinem Regal v.r.
Tag 17 – Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen
Tag 18 – Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt
Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest
Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat
Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat
Tag 24 – Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast
Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt
Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest
Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist
Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???
Tag 30 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 31 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
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Literarische Glasuntersetzer
6. May 2010 | notiert von: Eva
Diese tollen Glasuntersetzer aus Stein befinden sich seit ein paar Tagen in meinem Besitz. Auf ihnen abgebildet sind vier berühmte Autorinnen: Charlotte Bronte, Harriet Beecher-Stowe, Emily Dickinson und Jane Austen. Ich muss allerdings gestehen, dass ich nicht weiß welche welche ist
Erwerben kann man sie über Etsy, im Shop thepaintedlily.

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