Sylvia Plath: Edge

notiert von: Eva

Manchmal passt alles zusammen: Da lerne ich heute ein Gedicht von Sylvia Plath auswendig & sage es mir bei der Heimfahrt von der Arbeit immer wieder laut vor & denke darüber nach, wie sehr sich ein Gedicht verändern kann, wenn man es laut vorliest oder vorgelesen bekommt & wie wichtig es ist, dass man Lyrik hört oder spricht, und dann entdecke ich den neuesten Beitrag von flattersatz, in dem er sehr schön über seine Erfahrungen mit dem Vortragen von Gedichten schreibt.

Hier das Gedicht:

Edge

The woman is perfected
Her dead

Body wears the smile of accomplishment,
The illusion of a Greek necessity

Flows in the scrolls of her toga,
Her bare

Feet seem to be saying:
We have come so far, it is over.

Each dead child coiled, a white serpent,
One at each little

Pitcher of milk, now empty
She has folded

Them back into her body as petals
Of a rose close when the garden

Stiffens and odors bleed
From the sweet, deep throats of the night flower.

The moon has nothing to be sad about,
Staring from her hood of bone.

She is used to this sort of thing.
Her blacks crackle and drag.

Und hier eine Audioaufnahme, die mir gut gefällt (der zweite Teil des Videos ist etwas sehr melodramatisch, aber den ersten finde ich toll):

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Kommentare

4 Kommentare zu “Sylvia Plath: Edge”

  1. Lilly am 4. December 2008 23:03

    Was für ein schönes Video!
    Ich liiiebe Sylvia Plath und ihre Gedichte.
    Sie sind perfekt.

    Mein Lieblings- den ich in- und auswendig kann ist Lady Lazarus.
    Das ist so wunderschön melodisch und immer wieder anders.

  2. Sternenwanderer am 6. December 2008 14:04

    Du hast nicht zufällig “The Bell Jar”, also “Die Glasglocke” von ihr gelesen?

    Vor Urzeiten habe ich eine Biographie zu Sylvia Plath entdeckt, viele ihre Gedichte danach kennen gelernt und ich ich muss sagen, ihre Art des Reflektierens, ihre Art der eigenen Wirklichkeit, die immer der einer normalen Frau / Hausfrau / Mutter gegenüberstand und dazu verhalf, dass sie an ihren Rollenvorstellungen zerbrach, haben mich “begeistert”.

  3. Eva am 8. December 2008 20:11

    @ Lilly: “Lady Lazarus” mag ich auch sehr gerne, aber nach “Edge”, das an erster Stelle steht, kommt bei mir “Ariel”. Ich verstehe es zwar nicht wirklich, aber es begeistert mich jedes Mal aufs Neue.
    Ich weiß nicht, ob du das nicht eh schon kennst, aber hier kannst du dir dein Lieblingsgedicht von Plath selbst vorgelesen anhören :)

    @ Sternenwanderer: “Die Glasglocke” hab ich gelesen, ja. Gefiel mir nicht so gut, ich mag ihre Lyrik lieber als ihre Prosa, konnte auch mit den Kurzgeschichten nicht viel anfangen.
    Ich bin über ihre Tagebücher auf sie gestoßen, kennst du die? Ich fand die Diskrepanz zwischen dem damals gängigen Bild der Rolle der Frau und ihrer eigenen Vorstellung des eigenen Lebens auch sehr interessant. Wie sie hin- und hergerissen ist zwischen dem Wunsch nach einem Mann und gleichzeitig die Befürchtungen, was mit ihrem Schreiben passieren wird, wenn sie eine Ehe eingeht und Kinder bekommt… falls dich das immer noch interessiert, kann ich dir ihre Tagebücher wirklich ans Herz legen!

  4. nienkeklaar am 19. December 2009 15:57

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