Mir war der Gedanke nicht fremd, dass Demütigung nötig war, um aus mir selbst hinausgeschlagen zu werden oder in mich hineinzukommen, oder wie immer ich dachte. Es ist lange her. Heute kommt mir alles ein wenig abstrakt vor. Es lässt sich nur verstehen, wenn man berücksichtigt, wie furchtbar konkret das Bild in meinem Kopf war.
› Agneta Pleijel: Der Weg des Windes
Ich erinnere mich an eine Periode meines Lebens, in der ich ein Bild im Kopf hatte, das sich nicht verändern lassen wollte. Es war ein Bild unerbittlicher Unveränderbarkeit. Es war sehr quälend. Was ich vor mir sah, war ein Körper, eine Art Himmelskörper, der vollkommen still am Himmel hing: festgenagelt. Er ließ sich nicht bewegen. Danach sah ich eine Faust, die mit gewaltiger Kraft auf ihn einschlug. Er zersplitterte nicht, wurde aber in schwankende Bewegungen versetzt.
Für einen Augenblick nahm er eine neue Position ein. Das verschaffte Erleichterung. Ich konnte wieder atmen. Das Bild saß mir lange Zeit im Kopf. Und ich gewann den Eindruck, dass es mich darstellte. Ich war dieser Himmelskörper, und ich musste mich selbst schlagen, um von der Stelle zu kommen. Ich musste mich selbst in mich hinein oder aus mir heraus schlagen: in die Wirklichkeit.
› Agneta Pleijel: Der Weg des Windes
Es ist ein Unterschied, ob man sich im Leben oder in der Kunst ausdrückt. Für manche Menschen wird er zu einem unlösbaren Dilemma.
› Agneta Pleijel: Der Weg des Windes
Sie wusste noch nicht, wozu sie ihre phantastische Sehnsucht gebrauchen würde. Aber der Tag würde kommen. Bis auf weiteres beherbergte sie sie auf bestmögliche Weise.
› Agneta Pleijel: Der Weg des Windes