Die in Schweigen betteln, verhungern in Schweigen.
› Rudyard Kipling: Kim
Die in Schweigen betteln, verhungern in Schweigen.
› Rudyard Kipling: Kim
Nach de Quincey „zittern die Espen vor Mitgefühl mit dem Entsetzen des Mutterbaumes in Palästina, der das Holz für das Kreuz liefern musste.“
› Alberto Manguel: Tagebuch eines Lesers
Jules Verne über H.G. Wells: „Aber der Mann denkt sich das alles nur aus!“
› Alberto Manguel: Tagebuch eines Lesers
Borges auf die Frage, ob er an Gott glaubt: „Wenn das Wort ‚Gott’ ein Wesen bedeutet, das außerhalb der Zeit existiert, bin ich mir nicht sicher, ob ich an ihn glaube. Aber wenn es besagt, dass etwas in uns auf Seiten der Gerechtigkeit ist, dann ja; ich glaube in der Tat, dass die Welt trotz aller Verbrechen einen moralischen Zweck verfolgt.
› Alberto Manguel: Tagebuch eines Lesers
Swedenborg sagt, dass die Antworten auf unsere Fragen alle in uns angelegt sind, aber dass wir sie nicht erkennen, weil wir andere Antworten im Sinn haben.
› Alberto Manguel: Tagebuch eines Lesers
„Hast du Schmerzen, liebe Mutter?“
„Ich glaube, irgendwo im Zimmer ist ein Schmerz“, sagte Mrs. Gradgrind, „aber ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, dass ich ihn spüre.“
› Charles Dickens: Harte Zeiten in “Tagebuch eines Lesers” (A. Manguel)
Was für Kunstgebilde Mütter doch sind. Vogelscheuchen, Wachspuppen, in die wir unsere Nadeln hineinstechen können, primitive Diagramme. Wir verweigern ihnen ein eigenes Leben, wir biegen sie uns so lange zurecht, bis sie uns passen – unserem Hunger, unseren Wünschen, unseren eigenen Unzulänglichkeiten.
› Margaret Atwood: Der blinde Mörder
Außerdem legte sie großen Wert auf Kultur, was ihr eine gewisse moralische Autorität verlieh. Heute wäre das nicht mehr so, aber damals glaubten die Leute noch, dass Kultur einen besser machen konnte – zu einem besseren Menschen. Sie glaubten, oder zumindest die Frauen taten es, dass sie einen seelisch und moralisch auf ein höheres Niveau heben konnte. Sie hatten Hitler noch nicht in der Oper gesehen.
› Margaret Atwood: Der blinde Mörder
Ich kann immer noch sehen, größtenteils. Ich kann immer noch gehen. Seid dankbar für kleine Gaben, hatte Reenie immer gesagt. Wieso sollten wir? hatte Laura gefragt. Und wieso sind sie so klein?
› Margaret Atwood: Der blinde Mörder
Sie verbrachten lange Stunden im Gebet, um sich in einen angemessenen Gemütszustand hineinzuversetzen; sie lernten, beim Gehen die Augen niederzuschlagen, mit sanfter Melancholie zu lächeln und die Lieder der Göttin zu singen, die von Abwesenheit und Stille handelten, von unerfüllter Liebe und unausgesprochenem Bedauern, und von Wortlosigkeit – Lieder über die Unmöglichkeit des Singens.
› Margaret Atwood: Der blinde Mörder
Und sie glaubten an Gott, der uns in Stürmen zerschlägt und an Grashalmen aufrichtet. Und sie dachten an die ferne Zeit, da wo die Heimat wieder blühen werde.
› Paula Grogger: Das Grimmingtor
Oh, wer darf noch sagen, er ginge unbeschwert? Gott der Herr heftet doch jeden an die Erde.
› Paula Grogger: Das Grimmingtor
Es schwamm das stille Licht im Salon.
› Paula Grogger: Das Grimmingtor
Ihre Liebe gleich nicht so sehr dem steten Herdfeuer, nicht der zähen Begierde, darin ein Baum muss wurzeln vom Keim zum Tod. Ihre Liebe war … wie viele zitternde Funken, wie Blütenstäubchen, suchend im Dunkeln; wo eine Hand sich streckte, fielen sie hin.
› Paula Grogger: Das Grimmingtor
Es ist in jedem Dinge, das wir in der Hand halten, ein unerforschliches, vielleicht unbarmherziges Gesetz.
› Paula Grogger: Das Grimmingtor