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	<title>Littera scripta manet</title>
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	<description>Die Zitatesammlung von SEANNE.AT</description>
	<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 10:11:26 +0000</pubDate>
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		<title>Bradbury 01</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 09:58:18 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Ex Libris]]></category>

		<category><![CDATA[Fahrenheit 451]]></category>

		<category><![CDATA[Ray Bradbury]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wir wollen einmal sehen, was das hier ist“, sagte Montag. Er brachte die Worte nur stockend hervor und mit peinlicher Befangenheit. Dann las er ein Dutzend Seiten da und dort und stieß schließlich auf folgende Stelle:
„Schätzungsweise haben elftausend Menschen zu verschiedenen Zeiten lieber den Tod erlitten, als dass sie sich bereit erklärt hätten, Eier am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>„Wir wollen einmal sehen, was das hier ist“, sagte Montag. Er brachte die Worte nur stockend hervor und mit peinlicher Befangenheit. Dann las er ein Dutzend Seiten da und dort und stieß schließlich auf folgende Stelle:<br />
„Schätzungsweise haben elftausend Menschen zu verschiedenen Zeiten lieber den Tod erlitten, als dass sie sich bereit erklärt hätten, Eier am spitzen Ende aufzuschlagen.“<br />
Mildred saß auf der andern Seite des Flurs. „Was heißt das? Es heißt <em>überhaupt nichts</em>! Der Hauptmann hatte recht.“<br />
„Lass nur“, beschwichtigte Montag. „Wir wollen einfach von vorn anfangen.“</p></blockquote>
<p>› <em>Ray Bradbury: Fahrenheit 451</em></p>
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		<title>Bernhard 01</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 09:56:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>

		<category><![CDATA[Ex Libris]]></category>

		<category><![CDATA[Thomas Bernhard]]></category>

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		<description><![CDATA[Während mir vor die düstere Szenerie meiner Kinderzeit immer wieder Gestalten, die durchaus als lustig, ja gar als übermütig erkennbar sind, liefen, geschah meinem Freund so etwas nie; es seien ihm immer furchteinflößende Geschehnisse sichtbar gewesen, wenn er in die Vergangenheit schaute, und was da gespielt worden sei und noch gespielt werde, sei noch furchteinflößender; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Während mir vor die düstere Szenerie meiner Kinderzeit immer wieder Gestalten, die durchaus als lustig, ja gar als übermütig erkennbar sind, liefen, geschah meinem Freund so etwas nie; es seien ihm immer furchteinflößende Geschehnisse sichtbar gewesen, wenn er in die Vergangenheit schaute, und was da gespielt worden sei und noch gespielt werde, sei noch furchteinflößender; er wolle deshalb, sagte er immer wieder, so wenig oft wie möglich in die Vergangenheit, die wie die Gegenwart und die Zukunft sei, die Gegenwart und Zukunft sei, schauen, überhaupt nicht schauen; aber das ging nicht; eine riesige eiskalte Bühne war seine Kindheit, war seine Jugend, war sein ganzes Leben gewesen, nur dazu da, um ihn zu erschrecken, und die Hauptrollen auf dieser Bühne spielten immer nur seine Eltern und seine Schwestern; sie erfanden immer wieder etwas Neues, das ihn verstören mußte. Manchmal weinte er, und wenn ich ihn fragte, warum, dann antwortete er: weil er den Vorhang der Bühne nicht zuziehen könne; er sei zu kraftlos dazu; immer weniger oft könne er den Vorhang der Bühne zuziehen, er fürchte sich davor, ihn eines Tages überhaupt nicht mehr zuziehen zu können; wo er hingehe, wo er sich befinde, in welchem Zustand immer, er müsse sein Schauspiel anschauen; die fürchterlichsten Szenen spielten immer wieder in seinem Innsbrucker Elternhaus, in dem Kaufmannshaus; Vater und Mutter als Triebkräfte seiner tödlichen Szenerie, er sehe und höre sie immer.</p></blockquote>
<p>› <em>Thomas Bernhard: Das Verbrechen eines Innsbrucker Kaufmannssohns (Erzählung)</em></p>
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		<title>Barthes 01</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 09:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ex Libris]]></category>

		<category><![CDATA[Fragmente einer Sprache der Liebe]]></category>

		<category><![CDATA[Roland Barthes]]></category>

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		<description><![CDATA[Denn wenn ich selbst ein Tagebuch führe, so bestehen Zweifel daran, ob sich dieses Tagebuch auf Ereignisse im eigentlichen Sinn bezieht. Die Ereignisse des Liebeslebens sind derart belanglos, dass sie sich nur mit enormer Anstrengung auf die Ebene des Schreibens heben lassen: man verliert den Mut, wenn man, sich selbst beschreibend, festhält, was nur die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Denn wenn ich selbst ein Tagebuch führe, so bestehen Zweifel daran, ob sich dieses Tagebuch auf Ereignisse im eigentlichen Sinn bezieht. Die <em>Ereignisse</em> des Liebeslebens sind derart belanglos, dass sie sich nur mit enormer Anstrengung auf die Ebene des Schreibens heben lassen: man verliert den Mut, wenn man, <em>sich selbst beschreibend</em>, festhält, was nur die eigene Plattheit zu erkennen gibt: “Ich habe heute X… in Gesellschaft von Y… getroffen”, “Heute hat X… mich nicht angerufen”, “X… war schlechter Laune” usw.: wer vermöchte darin eine Geschichte zu erkennen? Das geringfügige Ereignis existiert nur durch seinen gewaltigen Nachklang: <em>Tagebuch meiner Nachgefühle</em> (meiner Verletzungen, meiner Freuden, meiner Deutungen, meiner Gründe, meiner Anwandlungen): wer verstünde etwas davon?</p></blockquote>
<p>› <em>Roland Barthes: Fragmente einer Sprache der Liebe</em></p>
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		<title>Forster 01</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 09:53:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Edward Morgan Forster]]></category>

		<category><![CDATA[Ex Libris]]></category>

		<category><![CDATA[Zimmer mit Aussicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Leser hat leicht sagen: ‘Sie liebt eben den jungen Emerson.’ Säße der Leser an Lucys Stelle, würde ihm das keineswegs so selbstverständlich erscheinen. Es ist leicht, das Leben aufzuzeichnen, aber erschreckend zu leben, und wir heißen mit Freuden >die Nerven< oder jedwede andere Entschuldigung willkommen, die unser persönliches Verlangen verschleiert.
› E. M. Forster: Zimmer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Leser hat leicht sagen: ‘Sie liebt eben den jungen Emerson.’ Säße der Leser an Lucys Stelle, würde ihm das keineswegs so selbstverständlich erscheinen. Es ist leicht, das Leben aufzuzeichnen, aber erschreckend zu leben, und wir heißen mit Freuden >die Nerven< oder jedwede andere Entschuldigung willkommen, die unser persönliches Verlangen verschleiert.</p></blockquote>
<p>› <em>E. M. Forster: Zimmer mit Aussicht</em></p>
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		<title>Glattauer 01</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 09:51:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Daniel Glattauer]]></category>

		<category><![CDATA[Ex Libris]]></category>

		<category><![CDATA[Gut gegen Nordwind]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, liebe Emmi, ich werde zwar nicht auf Sie warten. Aber ich werde da sein, wenn Sie zurückkommen. Ich bin immer da für Sie, auch bei Stillstand.
› Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ja, liebe Emmi, ich werde zwar nicht auf Sie warten. Aber ich werde da sein, wenn Sie zurückkommen. Ich bin immer da für Sie, auch bei Stillstand.</p></blockquote>
<p>› <em>Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind</em></p>
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		<title>Kundera 06</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 14:28:17 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Abschiedswalzer]]></category>

		<category><![CDATA[Ex Libris]]></category>

		<category><![CDATA[Milan Kundera]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war schön wie ein Schwindelgefühl: sie fühlte sich in seinen Augen fein, zart und rein, sie fühlte sich edel wie eine Königin. Es war ihr mit einem Mal, als wäre sie ganz mit Honig und wohlriechenden Pflanzen ausgestopft. Sie war sich selbst zum Verlieben angenehm. (Mein Gott, sie hatte das bisher noch nie erlebt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es war schön wie ein Schwindelgefühl: sie fühlte sich in seinen Augen fein, zart und rein, sie fühlte sich edel wie eine Königin. Es war ihr mit einem Mal, als wäre sie ganz mit Honig und wohlriechenden Pflanzen ausgestopft. Sie war sich selbst zum Verlieben angenehm. (Mein Gott, sie hatte das bisher noch nie erlebt, sich selbst so süß und angenehm zu sein!)</p></blockquote>
<p>› <em>Milan Kundera: Abschiedswalzer</em></p>
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		<title>Kundera 05</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 14:26:38 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Abschiedswalzer]]></category>

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		<category><![CDATA[Milan Kundera]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Liebe zum Essen wächst aus der Liebe zu den Menschen.
› Milan Kundera: Abschiedswalzer
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Liebe zum Essen wächst aus der Liebe zu den Menschen.</p></blockquote>
<p>› <em>Milan Kundera: Abschiedswalzer</em></p>
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		<title>Kundera 04</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 14:25:51 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Milan Kundera]]></category>

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		<description><![CDATA[Ältere Herren erkennt man daran, dass sie mit vergangenen Qualen prahlen und diese in ein Museum verwandeln, in das sie Besucher einladen (ach, diese trostlosen Museen sind so schlecht besucht!).
› Milan Kundera: Abschiedswalzer
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ältere Herren erkennt man daran, dass sie mit vergangenen Qualen prahlen und diese in ein Museum verwandeln, in das sie Besucher einladen (ach, diese trostlosen Museen sind so schlecht besucht!).</p></blockquote>
<p>› <em>Milan Kundera: Abschiedswalzer</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kundera 03</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 14:24:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Kind zu haben, bedeutet absolute Zustimmung zum Menschen. Habe ich ein Kind, ist es, als sagte ich: ich bin geboren worden, habe das Leben gekostet und festgestellt, es ist so gut, dass es verdient, wiederholt zu werden.
› Milan Kundera: Abschiedswalzer
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ein Kind zu haben, bedeutet absolute Zustimmung zum Menschen. Habe ich ein Kind, ist es, als sagte ich: ich bin geboren worden, habe das Leben gekostet und festgestellt, es ist so gut, dass es verdient, wiederholt zu werden.</p></blockquote>
<p>› <em>Milan Kundera: Abschiedswalzer</em></p>
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		<title>Kundera 02</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 14:23:21 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Ex Libris]]></category>

		<category><![CDATA[Milan Kundera]]></category>

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		<description><![CDATA[Olga gehört nämlich zu jenen modernen Frauen, die sich gerne spalten: in ein Wesen, das erlebt, und ein Wesen, das beobachtet.
› Milan Kundera: Abschiedswalzer
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Olga gehört nämlich zu jenen modernen Frauen, die sich gerne spalten: in ein Wesen, das erlebt, und ein Wesen, das beobachtet.</p></blockquote>
<p>› <em>Milan Kundera: Abschiedswalzer</em></p>
]]></content:encoded>
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